Das aktuelle Wetter NRW 19°C
Region

Pirat Hammer will Parteimitgliedschaft vorerst ruhen lassen

12.10.2012 | 16:40 Uhr
Foto: /dapd/Tim Riediger

Der frühere politische Geschäftsführer der Piratenpartei in Nordrhein-Westfalen, Klaus Hammer, zieht sich vorerst aus der Partei zurück. "Ich werde ab sofort alle Aktivitäten für die Piraten beenden", sagte er der "Neuen Westfälischen". Er war Anfang Oktober seines Amtes enthoben worden. Er hatte zugegeben, vertrauliche E-Mails in seiner Altpapiertonne abgelegt zu haben.

Bielefeld (dapd-nrw). Der frühere politische Geschäftsführer der Piratenpartei in Nordrhein-Westfalen, Klaus Hammer, zieht sich vorerst aus der Partei zurück. "Ich werde ab sofort alle Aktivitäten für die Piraten beenden", sagte er der "Neuen Westfälischen" (Samstagausgabe). Er war Anfang Oktober seines Amtes enthoben worden. Er hatte zugegeben, vertrauliche E-Mails in seiner Altpapiertonne abgelegt zu haben. Das soll er einem Staatsanwalt gesagt haben, damit dieser die Dokumente dort abholen konnte.

Bereits am Tag nach seiner Entlassung hatte Hammer getwittert: "Bin ab Freitag auch kein Pirat mehr #Austritt." Der Zeitung sagte er, seine Mitgliedschaft werde er bis zum Jahresende ruhen lassen. Wenn er feststelle, dass er wieder ruhig schlafen könne und nichts vermisse, werde er seinen Parteiausweis zurückgeben.

Hammer hatte sein Verhalten in einer Erklärung mit Panik gerechtfertigt. Zwei Piraten, denen von anderen Mitgliedern rechtsextreme Tendenzen nachgesagt wurden, hatten demnach bei einem Staatsanwalt Anzeige wegen Verleumdung gestellt. Der Ermittler soll mit Hausdurchsuchungen beim Landesvorstand gedroht haben, falls ihm Informationen vorenthalten werden. "Allein der Gedanke daran, dass hier die Polizei aufschlägt und reihenweise Geräte aus dem Haus trägt, erschien mir unerträglich", schreibt Hammer.

dapd

dapd

Facebook
Kommentare
Umfrage
Die Ebola-Seuche breitet sich in Westafrika weiter aus. Ein erster Patient könnte möglicherweise in Hamburg behandelt werden. Macht Ihnen Ebola Sorgen?

Die Ebola-Seuche breitet sich in Westafrika weiter aus. Ein erster Patient könnte möglicherweise in Hamburg behandelt werden. Macht Ihnen Ebola Sorgen?

 
Fotos und Videos
Aus dem Ressort
Hausbesetzer – Freiraum ja, aber bitte ohne Brechstange
Kommentar
DGB-Haus, Hauptschule Bärendelle und jetzt ein leer stehendes Bürogebäude von Thyssen-Krupp: Die Forderung des Künstlerkollektivs nach mehr Freiraum bleibt ebenso gleich wie seine Methode. Gerade von dieser Szene sollte man aber etwas mehr Kreativität erwarten, um eine langfristige Lösung zu finden.
Mann ertrinkt bei Unwetter - neue Warnungen vor Gewitter
Unwetter
Erneut haben starke Gewitter in NRW Schaden angerichtet. Besonders betroffen ist die Region Münster. Dort ist ein Mann in einem überfluteten Keller ertrunken. In Bochum reichten wenige Minuten Starkregen, um Wohnungen und Straßen unter Wasser zu setzen. Es gibt bereits neue Warnungen vor Gewitter.
Nur 44 Menschen leben noch in den Duisburger Problemhäusern
Problemhäuser
Es sind nur noch wenige Tage, bis die „Problemhäuser“ in Bergheim endgültig geräumt sein sollen. Dennoch leben dort noch immer Menschen. Bei einer Kontrolle hat die Stadt dort 44 Anwohner angetroffen. Und das, obwohl die Zustände für die Menschen laut der Stadt Duisburg dort unerträglich sind.
Mutmaßlicher Terrorist aus Ennepetal galt als netter Junge
Attentäter
Ein junger Mann aus Ennepetal soll sich bei einem Attentat in die Luft gesprengt haben. Angeblich war er Mitglied in der Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS). Eine Spurensuche in seiner Heimat - wo man seine Radikalisierung nicht verstehen kann, wo man ihn als "liebenswürdigen Jungen" kennt.
Besuch in JVA - Ruhrbischof will wissen, wie Häftlinge leben
Gefängnis
Priester sollten dorthin gehen, wo andere auf das Evangelium warten, fordert Papst Franziskus. Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck folgte dem Rat des Kirchenoberhaupts und besuchte am Montag die JVA Gelsenkirchen. Ein Termin zwischen Smalltalk, Neugier und Nudeln mit Putenfleisch.