Das aktuelle Wetter NRW 17°C
Region

Pirat Hammer will Parteimitgliedschaft vorerst ruhen lassen

12.10.2012 | 16:40 Uhr
Foto: /dapd/Tim Riediger

Der frühere politische Geschäftsführer der Piratenpartei in Nordrhein-Westfalen, Klaus Hammer, zieht sich vorerst aus der Partei zurück. "Ich werde ab sofort alle Aktivitäten für die Piraten beenden", sagte er der "Neuen Westfälischen". Er war Anfang Oktober seines Amtes enthoben worden. Er hatte zugegeben, vertrauliche E-Mails in seiner Altpapiertonne abgelegt zu haben.

Bielefeld (dapd-nrw). Der frühere politische Geschäftsführer der Piratenpartei in Nordrhein-Westfalen, Klaus Hammer, zieht sich vorerst aus der Partei zurück. "Ich werde ab sofort alle Aktivitäten für die Piraten beenden", sagte er der "Neuen Westfälischen" (Samstagausgabe). Er war Anfang Oktober seines Amtes enthoben worden. Er hatte zugegeben, vertrauliche E-Mails in seiner Altpapiertonne abgelegt zu haben. Das soll er einem Staatsanwalt gesagt haben, damit dieser die Dokumente dort abholen konnte.

Bereits am Tag nach seiner Entlassung hatte Hammer getwittert: "Bin ab Freitag auch kein Pirat mehr #Austritt." Der Zeitung sagte er, seine Mitgliedschaft werde er bis zum Jahresende ruhen lassen. Wenn er feststelle, dass er wieder ruhig schlafen könne und nichts vermisse, werde er seinen Parteiausweis zurückgeben.

Hammer hatte sein Verhalten in einer Erklärung mit Panik gerechtfertigt. Zwei Piraten, denen von anderen Mitgliedern rechtsextreme Tendenzen nachgesagt wurden, hatten demnach bei einem Staatsanwalt Anzeige wegen Verleumdung gestellt. Der Ermittler soll mit Hausdurchsuchungen beim Landesvorstand gedroht haben, falls ihm Informationen vorenthalten werden. "Allein der Gedanke daran, dass hier die Polizei aufschlägt und reihenweise Geräte aus dem Haus trägt, erschien mir unerträglich", schreibt Hammer.

dapd

dapd

Facebook
Kommentare
Umfrage
Die Duisburger Loveparade-Katastrophe mit 21 Toten jährt sich zum vierten Mal. Wie hat das Unglück Ihr Leben verändert?

Die Duisburger Loveparade-Katastrophe mit 21 Toten jährt sich zum vierten Mal. Wie hat das Unglück Ihr Leben verändert?

 
Fotos und Videos
Gedenken an die Opfer der Loveparade
Bildgalerie
Loveparade
Nacht der tausend Lichter
Bildgalerie
Loveparade
Königspolonaise 2014 in Olpe
Bildgalerie
Schützenfest
Aus dem Ressort
Säugling totgeschlagen – Vater droht jetzt lebenslange Haft
Prozess
Nach einem Urteil des Bundesgerichtshofes droht einem Vater, der sein 18 Tage altes Baby totgeschlagen hat, lebenslange Haft. Bislang sitzt der Mann nur wegen Totschlags in U-Haft. In einem ähnlichen Fall bestätigte der BGH jetzt die Verurteilung wegen Mordes mit der Folge lebenslanger Haft.
Hartz-IV-Empfänger spendete an Essener Kita „Frechdachse“
Spende
Roland Sollner (50) aus Dellwig ist arbeitslos und lebt von Hartz IV. Trotzdem hat er sein Sparschwein für die Kita „Frechdachse“ geschlachtet. Seine Spende: 9,94 Euro. Zum Dank schenkten ihm die Kinder selbstgemalte Bilder.
A40 wird zwischen Dortmund-West und Bochum gesperrt
Verkehr
Ab Donnerstagabend wird die A40 wieder gesperrt. Betroffen ist die Fahrtrichtung Essen zwischen den Autobahnkreuzen Dortmund-West und Bochum. Es stehen Arbeiten am Straßenbelag an. Die Sperrung soll bis Montagmorgen dauern.
Betreiber der Bochumer Disco Taksim sieht sich als Opfer
Erdogan
Für jede Stimme an den türkischen Ministerpräsidenten Erdogan versprach die Bochumer Diskothek "Club Taksim" ein Jahr lang freien Eintritt. Während Politiker die Propaganda scharf verurteilen, sieht sich der Betreiber als Opfer. Ein Mitarbeiter einer Agentur aus Oberhausen sei Schuld.
21-jähriger Mann würgt Jobcenter-Mitarbeiter in Wattenscheid
Übergriff
Ein Verwirrter 21-Jähriger stürmte am frühen Mittwochmorgen die Arbeitsagentur in Wattenscheid. Die Polizei nahm ihn mit vereinten Kräften fest. Zuvor versuchte der Mann, der bereits zwei Tage vorher in einem Flüchtlingsheim auffällig geworden war, einen Überfall auf eine Frau.