Paternoster – bald nur noch für Profis?

An Rhein und Ruhr..  Es geht nach oben. Kurz vor dem Wendepunkt: Das Herz schlägt schneller – dreht sich die Kabine im Paternoster auf den Kopf? Ein Schild beruhigt: „Weiterfahrt ungefährlich“. Der Mechanismus ist ausgeklügelt, aufrecht stehend geht es wieder abwärts. Kabinen-Kreisverkehr quasi – damit soll ab 1. Juni Schluss sein: Eine neue Verordnung des Bundesarbeitsministeriums löst bei Lift-Liebhabern Empörung aus. Worum es geht: Laut neuer „Betriebssicherheitsverordnung“ darf die sogenannten Personen-Umlaufaufzüge dann nur noch betreten, wer fürs Benutzen geschult wurde. Das heißt: Historischer Fahrstuhl für Mitarbeiter, Treppe oder normaler Aufzug für alle anderen.

Der Grund für die Einschränkung sind Unfälle, die in den Aufzügen registriert wurden – selten allerdings. Auch in dem im Oberhausener Rathaus stürzte 2009 ein Junge. Die historischen Aufzüge gibt es z. B. auch in Duisburg und Essen. Zumindest im Duisburger Rathaus bedeutete die Verordnung das Aus für den Aufzug. Vielleicht aber auch nicht. Zumindest meldete das Ministerium gestern, dass durch eine kleinere Änderung auch Ausnahmen möglich gemacht werden sollen ...