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Fracking

NRW stoppt umstrittene Erdgas-Bohrungen

22.11.2011 | 14:08 Uhr
NRW stoppt umstrittene Erdgas-Bohrungen
Demonstranten halten vor einer Probebohrstelle des Unternehmens ExxonMobil Plakate. Archiv-Foto: dapd

Berlin.  Mit dem gemeinsamen Erlass ziehen Wirtschaftsminister Voigtsberger (SPD) und Umweltminister Remmel (Grüne) im Streit um die Erdgassuche in NRW die Notbremse. Probebohrungen sollten erst wieder genehmigt werden, wenn ein Gutachten des Landes über die Risiken des Frackings vorliegt.

Die Erdgassuche in NRW ist vorerst gestoppt. Per Ministererlass verhängte die Landesregierung strenge Auflagen für Öl- und Gasfirmen. Diese müssen nun schriftlich garantieren, bei der Erkundung und bei späteren Bohrungen auf die umstrittene Fördermethode Fracking zu verzichten. Dabei kommen giftige Chemikalien zum Einsatz. Eine solche Verzichtsgarantie aber würde die Pläne von Firmen wie ExxonMobil oder der BASF-Tochter Wintershall unrentabel machen, so Experten.

Mit dem gemeinsamen Erlass an die Bergbehörde in Arnsberg ziehen Wirtschaftsminister Voigtsberger (SPD) und Umweltminister Remmel (Grüne) im Streit mit den Gasfirmen die Notbremse. In NRW galt bislang de facto ein Moratorium. Probebohrungen sollten erst wieder genehmigt werden, wenn ein Gutachten des Landes über die Risiken des Frackings vorliegt.

Gasbohrung mit Chancen und Risiken

In sechs Bundesländern sollten in großem Stil bislang unberührte Erdgas-Vorkommen gefördert werden, einer der Schwerpunkte liegt in NRW. Hier haben sich Firmen wie ExxonMobil oder die BASF-Tochter Wintershall Lizenzen zur Aufsuchung gesichert.

20 Felder sind genehmigt worden. Sie umfassen etwa die Hälfte des Landes, ziehen sich vom Niederrhein zum Ruhrgebiet bis nach Westfalen. Dabei überlagern sie die Schutzgebiete der Wasserwerke im Münsterland und an der Ruhr, die Millionen Menschen mit Trinkwasser versorgen. Gefördert werden soll das Gas mit der umstrittenen Fracking-Methode, bei der ein Gemisch aus Wasser, Sand und teils giftigen Chemikalien in den Boden gepresst wird, um das Gestein aufzusprengen und das Gas freizusetzen. Anwohner und Wasserversorger laufen dagegen Sturm. Gestern stritten Experten im Bundestag.

Jürgen Polzin

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Kommentare
03.12.2011
07:31
NRW stoppt umstrittene Erdgas-Bohrungen
von schoefferhofen | #2

Die CDU tut nun alles im Rahmen des Möglichen um sie nicht wählen zu können.
Was nutzen uns Gasvorkommen, wenn die Böden verseucht und die natürlichen Wassersperren im Boden zerstört sind?
Zu allem Überfluss werden die Claims von "amerikanischen" Firmen gehalten, die natürlich auf die Umwelt achten. Bei Probebohrungen seien nur 40 Tonnen Chemikalien in den Boden gepumpt worden....Das Grosse Ende " darf " nicht kommen.
Man muss diese Bohrungen mit allen Mitteln verhindern.
SPD tu was!

22.11.2011
15:27
Bringen wir es auf den Punkt:
von donfernando | #1

Wer -um Gas zu fördern- Gift in den Boden pumpt, das sich womöglich im Grundwasser wiederfindet, handelt nach dem Grundsatz:
Hauptsache es ist schön warm bei der Beerdigung!

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