NRW-Innenminister Jäger fuhr Dienstwagen ohne Zulassung

NRW-Innenminister Ralf Jäger hat laut einem Medienbericht einen Dienstwagen privat genutzt. Das war auch okay, allerdings war das Auto gar nicht angemeldet.
NRW-Innenminister Ralf Jäger hat laut einem Medienbericht einen Dienstwagen privat genutzt. Das war auch okay, allerdings war das Auto gar nicht angemeldet.
Foto: dpa
Eine Art Dienstwagenaffäre sorgt in der Landesverwaltung für Stunk. Grund ist ein Dienstauto, das Innenminister Jäger zwischen den Jahren privat nutzen durfte.

Düsseldorf.. NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) ist der "Bild"-Zeitung zufolge drei Wochen mit einem Dienstwagen ohne Zulassung unterwegs gewesen. Jäger habe eine Dienstlimousine vom 22. Dezember bis 12. Januar nach den Kraftfahrzeugrichtlinien der Landesregierung privat genutzt, schreibt das Blatt am Freitag. Durch ein Versehen habe der Minister aber einen Wagen ausgehändigt bekommen, der wegen des auslaufenden Leasingvertrags bereits abgemeldet war.

"Für den Minister war die Abmeldung nicht erkennbar", sagte Regierungssprecher Thomas Breustedt der "Bild"-Zeitung. Die Landesregierung benutze gleichbleibende Kennzeichen, die bei der Abmeldung nicht entwertet würden. "Es gab mehrere Krankheitsfälle in der Fahrdienstverwaltung des Landes und es gab letztlich eine Arbeitsüberlastung einzelner Mitarbeiter. Da ist dieser Fehler passiert", sagte Breustedt der Deutschen Presse-Agentur.

Der peinliche Vorfall dürfte laut "Bild" noch ein Nachspiel haben: Die Staatskanzlei habe die Sache rechtlich prüfen lassen und erkannt, dass es sich um eine Ordnungswidrigkeit des Halters, also des Landes Nordrhein-Westfalen, gehandelt habe. (dpa)