NRW hat Schweizer Banken im Visier

Schweizer Banken müssen weiter mit Ermittlungen der nordrhein-westfälischen Finanzverwaltung wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung rechnen. "Die Steuerfahndung von NRW geht allen legalen Hinweisen auf Steuerhinterziehung nach", versicherte Finanzminister Norbert Walter-Borjans (SPD) am Mittwoch. "Dazu gehören auch mögliche Vorwürfe wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung."

Düsseldorf.. Bislang haben vier Schweizer Banken Geldbußen von zusammen mehr als einer halben Milliarde Euro gezahlt, um einen Schlussstrich unter Ermittlungen gegen Mitarbeiter zu erreichen, die Beihilfe zur Steuerhinterziehung geleistet haben sollen. Das Geld ist komplett in die Landeskasse geflossen.

Nach einem "Handelsblatt"-Bericht (Mittwoch) stehen bis zu 45 weitere Schweizer Institute auf der Liste des Finanzministers. Das Ministerium äußerte sich nicht dazu. Walter-Borjans ließ lediglich mitteilen: "Es wäre ratsam, wenn sich weitere Kreditinstitute auf diesen Weg machen, bevor diese Möglichkeit schwindet."