NRW-Großhandels-Tarifstreit: Hoffnung auf Signalwirkung

Nach der Tarifeinigung für die Beschäftigten im Groß- und Außenhandel in Baden-Württemberg hoffen die Verhandlungspartner heute auf eine Signalwirkung auch für NRW. Die erste Einigung in dem regional geführten Tarifstreit war in der Nacht zum Mittwoch erzielt worden.

Düsseldorf.. Vertreter der Gewerkschaft und der Arbeitgeber hatten sich in der vierten Verhandlungsrunde auf eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 2,7 Prozent von diesem Juni an geeinigt. Im April 2016 folgt ein Plus von 2,0 Prozent. Der Vertrag gilt bis Ende März 2017. Er sieht zudem eine Einmalzahlung von 90 Euro im nächsten Jahr vor.

Vor der nun auch in NRW anstehenden vierten Verhandlungsrunde hatte die Gewerkschaft Verdi mit Warnstreiks versucht, den Druck auf die Arbeitgeber zu erhöhen. Im Groß- und Außenhandel von NRW sind rund 415 000 Mitarbeiter tätig.

Die Arbeitgeber haben in NRW bislang über zwei Jahre verteilt 3,5 Prozent mehr Geld geboten, zugleich aber die Einführung des Samstags als Regelarbeitstag und längere Arbeit an Heiligabend und Silvester gefordert. Dies lehnt Verdi ab. Sie verlangt eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 5,5 Prozent, mindestens aber um 140 Euro.