Werbung für eine „Region NiederRhein“

Am Niederrhein..  Wie kann man überprüfen, ob in den letzten 40 Jahren ein Zusammengehörigkeitsgefühl im Kreis Wesel entstanden ist? Eine Antwort wollte ich durch eine anonyme Befragung der Bürger bekommen, die ich im Sommer 2013 über das Internet und mit Hilfe dieser Zeitung durchgeführt habe.

Es kamen fast 500 Antworten zurück. Das ist nicht wirklich repräsentativ, doch lässt das Resultat zusammen mit den Ergebnissen einer Kontrollgruppe, die ich eingerichtet habe, den Schluss zu:

Der Kreis Wesel bietet auch nach 40 Jahren kaum eine Identifikationsfläche für seine Bürgerinnen und Bürger.

Es gibt nur eine Verwaltungsebene, die eine noch geringere Identifikation besitzt: die fünf Regierungsbezirke in Nordrhein-Westfalen. Ob man tatsächlich beide Ebenen braucht, darüber wird seit längerem diskutiert.

Eine mögliche Lösung: Wie die Industrie und Handelskammer Niederrhein es schon praktiziert, könnte aus den Kreisen Kleve und Wesel sowie aus der kreisfreien Stadt Duisburg die „Region NiederRhein“ entstehen.

Sehr inhomogen zwar, doch innerhalb der Region würden die ländlichen Passivräume der beiden Kreise nicht zwingend zu Investitionswüsten werden, da die Region als Einheit gesehen werden kann.

Dieser Gedanke ist nicht neu. Schon im Jahr 1993 wurde ein „Regionales Entwicklungskonzept NiederRhein“ von den Oberkreisdirektoren von Kleve und Wesel und dem Oberstadtdirektor von Duisburg veröffentlicht. Aber nicht weiterverfolgt und umgesetzt. An diesen Ideen könnte man anknüpfen.

Und was hätten die Bürger in den kreis Kleve und Wesel und der Stadt Duisburg davon? Sie hätten innerhalb der „Region NiederRhein“ die Möglichkeit für Identifikationen im Kleinen: die Moerser könnten „ihre“ Grafschaft feiern, die Klever „ihr“ Herzogtum...