Weinfässer für den guten Zweck

Foto: FUNKE Foto Services / Gerd Herma

Hamminkeln..  Bei vielen soll dieser Termin bereits einen festen Platz im Kalender haben: „Wein & Design“ bei Kloster-Kraul in Wertherbruch. Hier geht es dann bei einem Glas Wein in der Hand ganz entspannt zu, sagt Heike Kloster-Kraul, die zusammen mit ihrer Familie mitten in den Vorbereitungen für das Ereignis unter freiem Himmel steckt. Es gibt nämlich reichlich zu tun. Nicht nur mit der Organisation, auch mit dem Aufbau der Zelte, dem Backen der Kuchen und dem Plan für die Künstler, die in einer bestimmten Reihenfolge ihre Plätze beziehen. Denn auch hier soll alles möglichst entspannt sein. Es packen alle mit an, angefangen bei den Eltern von Heike Kloster-Kraul bis hin zu den Kindern. „Wir sind eben ein Familienbetrieb“, sagt die Chefin des Unternehmens strahlend.

Auf die Besucherinnen und Besucher warten immer wieder andere Künstlerinnen und Künstler, damit es nicht langweilig wird. Es gibt Malerei und Floristik, Schalkollektionen und Schalketten, Schmuckdesign, Skulpturen, Schönes für den Garten, Mode, Lichtobjekte, und, und, und... Bei mehr als 30 Ausstellern dürfte für jeden Geschmack etwas zu finden sein.

Ganz neu in diesem Jahr ist ein Charity-Kunst-Projekt mit dem Titel „Fass-zinierend“. Denn bei einem Winzer fallen naturgemäß immer wieder ausrangierte Fässer an, die die Kloster-Krauls in der Regel für 100 Euro abgeben. Eckhard Kloster stammt schließlich mitten aus den Wormser Weinbergen, aus Abenheim, wo auch sein Weingut liegt. Dreimal werden die 225 Liter fassenden Fässer aus französischer Allier-Eiche gefüllt, dann haben sie ihren Dienst getan. Inspiriert von einer Weinreise auf Mallorca wurden sechs solcher Exemplare hiesigen Künstlern bereit gestellt, die sie für den guten Zweck auf ihre Art und Weise gestalteten. Simone Kamm aus Oberhausen hat ein kunterbuntes Design gewählt, gepaart mit Glitzer, Glasscherben und Mosaiken. Regine Kielmann aus Wesel fertigte das Spaßfass mit vielen kleinen Figuren, die am Holz entlangklettern. Barbara Lübbehusen aus Xanten bohrte Löcher in die Dauben, illuminierte den Behälter von innen, und nun ist das Weinfass ein Lichtfass.

Gaby Kreusch und Dirk Posdena aus Kleve packten das Fass in Wolle und Garn und setzten noch eine Skulptur obendrauf, die wiederum im Stil des Fasses umgarnt wurde. Beim Wein geblieben ist dagegen Kerstin Sandfort aus Oberhausen. Sie pinselte die Namen unterschiedlicher Rebsorten aufs bereits bemalte Holz: Rioja, Chianti, Merlot - und verzierte das Ganze mit Weinblättern.