Was hat sich nach „The Voice of Germany“ geändert, Frau Schoofs?

Das sind die sechs vom „Massive Beat“. Montag ist Proben-Tag – in einer Scheune in Bedburg-Hau. Im Bild v.l.n.r. Fethi Yöntem, Georg Thissen, Stefan Hellwich, Kathi Schoofs, Jan Hendricks und Jörg Hermens.
Das sind die sechs vom „Massive Beat“. Montag ist Proben-Tag – in einer Scheune in Bedburg-Hau. Im Bild v.l.n.r. Fethi Yöntem, Georg Thissen, Stefan Hellwich, Kathi Schoofs, Jan Hendricks und Jörg Hermens.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Wie eine junge Sängerin aus Kranenburg sich aufmachte, bei „The voice of germany“ Symathien zu sammeln.

Bedburg-Hau/Kranenburg..  Da ist eine ganze Menge Power in der Stimme. Aber hallo. Seit acht Jahren ist Katharina Schoofs (26) Bandmitglied von „Massive Beat“ – die einzige Dame in der Truppe. Die fünf Herren mit Kathi bringen guten, melodischen, durch und durch rockigen Pop-Rock auf die Bühne (siehe Text unten). Insider kennen Kathi Schoofs also schon lange – seit sich die Kranenburgerin bei „The Voice of Germany“ bis ins Halbfinale sang, bekommt sie Fanpost aus ganz Deutschland.

Vom Niederrhein nach Berlin. Von der Dorfbühne Schottheide auf die Showbühne von „Voices of Germany“ – wie konnte das denn passieren?

(lacht) Das frage ich mich manchmal heute auch noch. Das war natürlich eine super Sache – mit der ich überhaupt nicht gerechnet habe. Schon in den Quali-Runden waren so viele dabei, die richtig gut singen können. Es hat unglaublich viel Spaß gemacht. Schuld ist eigentlich eine Freundin von mir, die mal bei Viva gearbeitet hat und auf deren Hochzeit ich gesungen habe. Da kam dann die Idee auf, dass ich mich einfach mal casten lasse. Und dann habe ich mich irgendwie von Runde zu Runde durchgeschlagen.

In der Jury saßen nun ja auch keine no names…

Nein. Das war auch total aufregend. Man weiß am Anfang ja nicht, ob sich jemand umdreht – die Jury wendet einem ja erst mal den Rücken zu – und ob es der Jury gefällt wie man singt. Und dann waren das Samu Haber, Nena, The BossHoss und Max Herre. Wouw!

Und die haben Sie mit Ihrer tiefen und sehr gefühlvollen Stimme gleich weggeflasht.

Ich glaube schon. Trotzdem hätte ich nie gedacht, so weit zu kommen. Und ich war heilfroh, dass meine Familie, meine Freunde und die Band im Publikum saßen. Das hat mir ganz schön geholfen.

Was hat sich nach dem großen Showdown in Berlin geändert?

Eigentlich gar nicht so viel. Wir, also Massive Beat, proben nach wie vor jeden Montagabend in einer Scheune in Bedburg-Hau, wir machen Musik hauptsächlich im Kreis Kleve, jeder von uns hat ja seinen Job.

Sie haben nicht daran gedacht, jetzt die ganz große Karriere zu starten?

Nein. Ich bin total glücklich und total zufrieden mit meinem Leben. Ich habe alles was ich brauche. Wir in der Band sind zusammengewachsen, sind richtige Freunde geworden. Das macht einen Riesen-spaß. Ich kriege immer Gänsehaut, wenn dann auf einem Festival wie etwa dem Courage 5000 Kids vor der Bühne tanzen, klatschen und mitsingen. Unsere Texte mitsingen – das ist das Schönste, was passieren kann.

Ihre Musik ist aber eher für alle da.

Unser Publikum ist gemischt, so von 18 bis 65. Sie können ja mal zum Dorfrock nach Kranenburg kommen. Schottheide. Der Schützenverein organisiert das jedes Jahr, und jedes Jahr wird es größer. Mit 50 Zuschauern sind die mal angefangen, jetzt kommen 1500 Leute, querbeet.

Sie singen inzwischen auch deutsche Texte.

Ja. Zum Beispiel auf unserer aktuellen Single „Augen zu“. Kann man übrigens schon auf youtube oder facebook hören. Und wir hoffen, dass 2015 unser neues Album erscheinen wird – mit deutschen Songs.

Sie schreiben alle Songs selbst?

Ja. Wir covern natürlich auch Songs, aber die meisten stammen aus unserer Feder. Das richtet sich auch manchmal nach der Veranstaltung.

Wo kann man Sie live erleben?

Elten rockt am 13. Mai. Am 21. März sind wir in Bochum Werne: „Werner Wahnsinn“. Damit unterstützen wir die Jugendarbeit dort. Wir chartern sogar einen Fan-Bus. Am 5. Februar stehen wir in Kleve auf der Bühne – eine Benefiz-Gala. Premiere für uns: Wir singen deutsche Songs live und wir tun das unplugged also ohne Strom.

„Wir sind ein Überbleibsel der Klever Musikszene der 80er Jahre“, sagen die Herren von Massive Beat, Fethy Yöntem (keys), Georg Thissen (bass), Jan Hendricks (vocals), Stefan (Shelly) Hellwich (guitars) und Jörg Hermens (drums). Alle hatten ihre eigenen Bands, fanden sich dann in „Red Ballon“ zusammen. Der Sound: kräftiger Rock, Crossover und das alles auch gern einmal ein bisschen härter.

2007 kam Kathi Schoofs in die Herrenrunde und schenkte der Band, inzwischen „Massive Beat“, ein paar neue Klangfarben. Die Songs sind selbst geschrieben, komponiert und arrangiert. „n1“, ist der Titel der ersten CD, „Augen zu“ der Titel des aktuellen Songs. Neben diesem Song wird „Massive Beat“ am Donnerstag, 5. Februar, in Kleve einige neue Songs spielen, die noch nie live zu hören waren. „Massive Beat“ steht bei einem Benefiz-Konzert für die Kevelaerer Hilfsorganisation „Aktion pro Humanität“ auf der Bühne – u.a. mit Trio Nova (moderne Popsongs) Comedian René Steinberg, Ass-Dur (music comedy), Gildo Horn, Steffi Neu, Ludger Kazmierczac. Infos: www.aph-gala.de