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Startschuss für den Umbau Kurhaus

02.12.2009 | 18:29 Uhr
Startschuss für den Umbau Kurhaus

Kleve. An der Tiergartenstraße halten die Bagger Einzug. Für 3,365 Millionen Euro wird unter anderem das ehemalige Stadtarchiv zum Joseph-Beuys-Atelier umgebaut. Klever Bürger haben schon 350.000 Euro gespendet. Fertigstellung ist für das Frühjahr 2011 vorgesehen.

Die Baustelle ist eingerichtet, jetzt kann es endlich los gehen: „Darauf haben wir lange hingearbeitet”, freut sich Museumsleiter Guido de Werd. „Der Umbau findet nicht nur in unseren Köpfen und auf dem Papier statt, sondern es tut sich auch etwas in der Wirklichkeit.” Gestern fiel der Startschuss für den Umbau und die Erweiterung des historischen Friedrich-Wilhelm Bades an der Tiergartenstraße. Nach einer langen Zeit des Planens haben jetzt die Bauarbeiter das Sagen.

„Es wird ein Highlight für unsere Stadt”, sagte Bürgermeister Theo Brauer gestern. Sowohl aus musealer und touristischer Sicht sei die Fertigstellung des Hauses ein „I-Tüpfelchen” für die Stadt. Für 3,365 Millionen Euro wird das ehemalige Stadtarchiv im Westflügel des Kurhauses zum Beuys-Atelier umgebaut. Zudem wird das Museum auf der Rückseite erweitert und die Galerie verlängert. Der neu geschaffene „Katharina von Kleve-Saal” soll mit seiner Höhe von acht Metern einen kapellenartigen Charakter erhalten: „Katharina war die erste große Kunstförderin der Stadt”, erklärt de Werd die Namensgebung.

Umgesetzt wird der Neubau von Kunstprofessor Walter Nikkels, der bereits in den 90er Jahren den Umbau des jetzigen Museums vorgenommen hatte und auch für das Stedelijk Museum Amsterdam gearbeitet hat. Nikkels betonte, dass er eine große Bewunderung für Kleve habe, für die Haltung, mit der die Kleinstadt an so ein Projekt herangehe. „Es gibt hier unglaublich viele positive Stimmen und ein großes Engagement der Bürgerschaft.” In der Tat: Der Freundeskreis hat 500 000 Euro für den Umbau zugesagt. 350 000 Euro sind bislang zusammengekommen: „Das ist schon jetzt viel mehr, als wir erwarten durften”, so de Werd. Gisela Claßen, stellvertretende Vorsitzende des Freundeskreises: „Das Museum steht für uns an erster Stelle”.

Fertigstellung im Frühjahr 2011 erwartet

Jürgen Rauer, technischer Beigeordneter der Stadt Kleve, erklärte, dass die Rohbauarbeiten in Höhe von 1,2 Millionen Euro von der Klever Baufirma Erich Tönnissen übernommen werden. Bei der Vergabe der Gewerbe gelte es aber noch „dicke Bretter” zu bohren, so Rauer: „Es wird um jeden Euro gerungen, um die Kostengrenze einzuhalten.” Rauer rechnet damit, dass die Bauarbeiten im Frühjahr 2011 abgeschlossen werden. Guido de Werd möchte sein Haus im September 2011 eröffnen.

Andreas Gebbink

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