Puppenspieltage in Kevelaer

So sah es bei den Puppenspieltagen in Kevelaer im vergangenen Jahr aus.
So sah es bei den Puppenspieltagen in Kevelaer im vergangenen Jahr aus.
Foto: NRZ
Was wir bereits wissen
Zauberhaftes, kleines Schauspiel: Zum 18. Mal gibt es an diesem Wochenende urigen Ulk, handgemachte Protagonisten und komisches Straßenvolk zu erleben. Unterhaltung für die ganze Familie. Ein kleiner Überblick

Kevelaer..  Immer wieder ist es anders. Immer wieder ist es ein neuer Zauber, der die kleinen, aber auch noch die großen Besucher in seinen Bann zieht. Das leichte Spiel, der urige Ulk, die handgemachten Protagonisten, das Straßenvolk und – natürlich – auch der klassische Kasperle haben den Wallfahrtsort am Wochenende fest im Griff.

Bereits zum 18. Mal treffen dann zwischen Konzert- und Bühnenhaus, Hauptstraße und Museum, Luxemburger Galerie, Busmannstraße und Amsterdamer Straße der „Bett-Män“, „Maximiliane“, „Hörbe“, „Alfred“ und auch der Polizist mit seiner Pfeife auf das Publikum in den Gassen. Die 18. Kevelaerer Puppenspieltage bieten nun, nach der Pause im vergangenen Jahr, am Samstag, 9. Mai, und am Sonntag, 10. Mai, wieder ein buntes, fröhliches und komisches Programm in der Innenstadt.

„Aus Berlin, Karlsruhe, Göttingen, Darmstadt und anderen Städten reisen die Puppenspiel-Theater zu uns“, sagt Annika Humble vom Stadtmarketing. „Alle Stücke sind noch nicht bei uns aufgeführt worden. Nur ein altbekannter Walk-Act ist dabei: Heiner Dünkelmann, der Straßenkomiker und Zauberkünstler, aus Kalkar.“ Seit mehr als 15 Jahren ist er bei den Puppenspieltagen zu Gast und amüsiert die Passanten – mal als Polizist mit Trillerpfeife, mal als Zauberkünstler.

Das niederrheinische Spiel- und Komik-Allroundtalent, das eigentlich gelernter Betriebswirt ist und 20 Jahre bei der Stadt Emmerich gearbeitet hat, tourt mit seinen Künsten normalerweise quer durch Deutschland, „und manchmal bin ich auch auf Kreuzfahrtschiffen unterwegs gewesen“, sagt Heiner Dünkelmann. „Aber die Kevelaerer Puppenspieltage sind einmalig. Die Leute sind nett und die Veranstaltung ist gut organisiert. Aber ich mag es auch sehr, weil ich hier viele Kollegen wieder sehe, die ich manchmal Jahre nicht getroffen habe.“

Natürlich sei die Stimmung auch ein bisschen vom Wetter abhängig, „denn bei Regen ist es schwierig, die Leute mit Komik auf der Straße zum Lachen zu bringen.“ Aber wenn das Wetter mitspielt und der 63-Jährige in Polizei-Uniform unterwegs ist, wird es sehr spaßig. „Sie glauben ja nicht, wie die Leute reagieren, wenn man in Deutschland mit einer Pfeife im Mund unterwegs ist“, sagt der Straßenkomiker und lacht verschmitzt. „Da zeige ich nur auf einen Gullideckel und schon läuft da niemand mehr drüber.“

Jede Menge Spaß und Spiel ist also garantiert am Wochenende, besonders am Sonntag, 10. Mai, an Muttertag, wenn das Programm um 13 Uhr mit dem klassischen „Kasperle Theater“ auf der Bühne Hauptstraße/Museum beginnt. Parallel zu sehen ist Hutzelmann „Hörbe mit dem großen Hut“ in der Luxemburger Galerie, den „Hintertürgeschichten“ auf der Bahnstraße und der polizeilichen Straßenkomik mit Heiner Dünkelmann startet. Außerdem sind im Verlauf des Tages bis 18 Uhr noch die Stücke „(Pi)Ratten an Bord“ auf der Amsterdamer Straße zu erleben, wobei ein Schiffsjunge, ein Papagei und ein Klabautermann ihr Schiff gegen die gefährlichsten Seeräuber der Welt, die (Pi)Ratten, verteidigen muss und „Alfred im Stroh“ mit dem komischen Gackervogel Alfred auf der Busmannstraße. Auch zu erleben sind „Maximiliane und der Dinosaurier“ sind in der Luxemburger Galerie, der Walk-Act, der mit seinem Krankenbett durch die Straßen rollt: „Retörn of the Bett-Män“ auf der Amsterdamer Straße – eine Anlehnung an das Kinderbuch vom Kleinen Häwelmann, „Im Bettchen unterwegs zu den Sternen“? – und das Stück „Kanto – Einer der auszog, durch Türen zu reisen“ auf der Bahnstraße.

Eröffnet werden die 18. Kevelaerer Puppenspieltage allerdings bereits am Samstag, 9. Mai, um 15 Uhr im Konzert- und Bühnenhaus mit dem Stück „Der Waschlappendieb“ vom Theater „Die Stromer“ für alle abenteuerlustigen Kinder ab drei Jahren und ihre Familien.

INFO: Die 18. Kevelaer Puppenspieltage starten am Samstag, 9. Mai, um 15 Uhr mit dem Stück „Der Waschlappendieb“ im Konzert- und Bühnenhaus, Bury-St. Edmonds-Straße 5, in Kevelaer. Der Eintritt kostet vier Euro pro Person. Karten gibt es unter 02832/122-150 bis -159. Fortgesetzt werden die Puppenspieltage am Sonntag, 10. mai. Das volle Programm im Internet: www.kevelaer.de.