Pirouetten am Himmel
21.06.2009 | 22:58 Uhr 2009-06-21T22:58:00+0200
Wesel. Spektakuläre Pirouetten, Drehungen und Überschläge: Die Luftsportfreunde Wesel zeigten bei den Flugtagen an der Römerwardt die hohe Flugkunst.
Gestartet sind Modellflieger, Fallschirmspringer und Flug-Oldtimer, die mit dem Wetter ganz zufrieden waren – auch wenn die Vorhersagen alles andere als günstig waren. Aber der große Niederschlag blieb aus. Und so konnten die Besucher sich auf eine Show freuen, bei der Kunstflieger wie Markus Schmidt aus Koblenz, der mit seiner Christen Eagle, Baujahr 1982, durch die Lüfte schwebten. Völlig ohne Angst getrau dem Motto: „Autofahren ist gefährlicher als dieses Fliegen.”
Von Pirouetten über Drehungen bis hin zu Überschlägen – Schmidts Repertoire in der Luft war groß. „Sowas habe ich noch nie gesehen”, gratulierte ihm ein Zuschauer direkt nach der sanften Landung. Dem „Herrn der Lüfte” hat die Runde über die Hansestadt gefallen. Und nicht nur die: „Hier ist alles sehr familiär. Die Leute sind wirklich nett”, sagte der Pilot, der zum ersten Mal in Wesel sein Können zeigte. Wer wollte, der durfte bei Markus Schmidt auch mitfliegen. „Der Gast entscheidet dann, was in der Luft gemacht wird”, lachte er.
Etwas weniger halsbrecherisch, dafür genauso aufregend ging's bei den Rundflügen mit dem berühmten „Roten Baron” zu. Die Oldtimer-Maschine, die immer noch auf bis zu 258 km/h beschleunigt, war eine der großen Attraktionen der Flugtage. Alle, die mit abhoben, stiegen mit einem Strahlen auf dem Gesicht nach dem gut 15-minütigen Flug wieder aus.
Die 13-jährige Elmedina Skenderi fand es „einfach nur schön”, und für Ulrich Schwalb erfüllte sich mit dem Trip, der die neun Insassen bis nach Xanten führte, sogar ein Traum. „Ich hatte immer den Wunsch, mit solch einem Flugzeug zu fliegen. Es war hervorragend”, meinte der Mehrhooger, der, zurück am Boden, stürmisch von Hund „Fritz” begrüßt wurde.
Wiedersehen beim Drachenfestival
Und unten auf dem festen Boden ging das Programm weiter. Das hatten die Veranstalter mit Hilfe von 50 ehrenamtlichen Helfern auf die Beine gestellt. So präsentierten sich die Bundeswehr sowie die Marine, und dank einer Kinder-Animation war auch für die ganz Kleinen gesorgt.
Sie und alle anderen Interessierten würde Achim Strobel, 1. Vorsitzende der Luftsportfreunde, gerne bei den PPP-Tagen wieder am Flugplatz an der Römerwardt begrüßen. Dort steht vom 31. Juli bis zum 2. August das Drachen-Festival an. Bald also wieder ein Grund, den Blick gen Himmel zu richten.
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