Philharmonisch twittern auf der stArt.09
09.07.2009 | 20:15 Uhr 2009-07-09T20:15:00+0200
Duisburg. Hochkultur und Internet schließen sich nicht aus: Die „Start.09 Conference” soll Kulturschaffenden neue Kommmunikationswege eröffnen.
Es war ein Abend mit Jan Josef Liefers im Rahmen der Ruhrtriennale 2008, an dem Alfred Wendel, Intendant der Duisburger Philharmoniker lernte, dass sich Hochkultur und das Web 2.0 nicht ausschließen: Der Tatort-Kommissar twitterte über den Konzertabend in der Jahrhunderthalle in Bochum – und Wendel entdeckte das Web 2.0 als einen Weg, sich einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Seit einem Jahr twittern und bloggen die Philharmoniker nun über ihre Auftritte. Mitunter werden über 2000 Fotos und 30 Blogbeiträge von einer Tournee ins Netz gestellt. Mit ihrem Projekt „dacapo” betreiben sie als eine der ersten Kulturinstitutionen in Deutschland ein modernes Kulturmarketing, das darauf setzt, nicht nur eine Internetpräsenz zu haben, sondern in den Dialog mit den Netznutzern zu treten.
Wie dieser intensiviert werden kann, darüber diskutieren 40 Referenten, Kulturschaffende und Internetexperten auf der ersten „Start.09 Conference - Kultur und das Web 2.0” am 25. und 26. September in Duisburg. Im Fokus stehen nicht nur die großen Bühnen. Auch kleinere Theater könnten von Blogs, Videos und Podcasts profitieren.
Raus aus der Anonymität
„Wir müssen neue Wege gehen und aus einer Fern- eine Nahkultur machen und raus aus der Anonymität. Wir wollen zeigen, dass 93 Musiker auch eine Identität haben,” sagt Wendel. Er will vor allem bei einem jüngeren Publikum Interesse für die Klassik zu wecken. „Bislang gibt es nur wenig Berührungspunkte. Jetzt rufen wir ins Web 2.0 hinein und sind gespannt, was hinaus schallt”, so Wendel.
Für Duisburgs Kulturdezernent Karl Janssen ist klar, „dass man sich einer neuen Kommunikation stellen muss. Es wäre schön, wenn alle Kultureinrichtungen mitmachen würden und man sie in einen Blog einbinden könnte.” Schließlich hätten die Internetnutzer mittlerweile andere Ansprüche an Webseiten. „Aus Empfängern sind längst Sender geworden”, so Janssen. Und dem will auch die Stadt Duisburg mit einer überarbeiteten Webseite, die heute an den Start gehen soll, Rechnung tragen. Das Duisburger Stadtgeschehen wird längst über Twitter in die Welt getragen und „ein Mitarbeiter, der gerne filmt, dreht Beiträge für einen eigenen Video-Kanal auf You Tube”, erzählt Janssen. So könne auch eine Stadt von einem Kulturmarketing im Web 2.0 profitieren.
16:35
Na toll. Die Duisburger Philharmoniker glauben doch echt, gegen die big Names im Konzertgeschäft anzukomen. Wenn ich die Wahl habe, ein Konzert zu verfolgen, dann präferiere ich doch die erste liga statt Regionalliga... ;-) Nichts für ungut, Manuela
21:00
Dieses Orchester ist in keinem Ranking ober zu finden. Nur die Duisburger Inzucht gibt diesem Banalklangkörper Gewicht. Auflösen und Millionen sparen. Für max. 1000 Kunden so ein Aufwand, heißt pro Orchestermitglied 100 Zuschauer.Da ist jeder kleine Fußballverein kulturpolitisch erfolgreicher