Pfostenbruch am Bökelberg

Mönchengladbach..  Es gilt als das Tor seines Lebens, obwohl es gar kein richtiges ist. Herbert Laumen und der Pfostenbruch vom Bökelberg, das ist eine der kuriostesten Geschichten aus der Fußball-Bundesliga.

Es passiert am 27. Spieltag der Saison, Borussia Mönchengladbach spielt zu Hause auf dem Bökelberg gegen den SV Werder Bremen. In der 76. Minute erwartet Herbert Laumen nach einen Freistoß von Günter Netzer den Ball, läuft durch den gegnerischen Strafraum, landet dabei im Bremer Tor, verheddert sich im Netz und stürzt. Als er versucht, sich am Tornetz wieder hochzuziehen, bricht der linke Pfosten ab und das gesamte Tor fällt in sich zusammen.

Weil das Tor nicht mehr richtig aufgestellt werden kann, bricht der Schiedsrichter das Spiel beim Stand von 1:1 ab. Später erklärt das Sportgericht des Deutschen Fußballbunds Werder Bremen zum 2:0 -Sieger der Partie. Die Bundesligavereine führten als Konsequenz des Pfostenbruchs anstelle von Holz- die Aluminiumtore ein.

Für Herbert Laumen hat das Malheur keine Folgen, mal abgesehen davon, dass er seinen Platz in der Bundesliga-Geschichte gefunden hat.

Seine Karriere lässt der Stürmer von Borussia Mönchengladbach und zweifache Deutsche Meister übrigens von 1976 bis 1979 beim Weseler SV ausklingen.