Niederlande stoppen das Fracking für ein paar Jahre

Der Bohrturm einer Ölförderplattform, die nach dem Prinzip des «Fracking» arbeitet, ist in Tunkhannock, Pennsylvania, USA, als Sillhouette zu sehen. Fracking hat möglicherweise gesundheitsgefährdende Auswirkungen auf das Oberflächenwasser.
Der Bohrturm einer Ölförderplattform, die nach dem Prinzip des «Fracking» arbeitet, ist in Tunkhannock, Pennsylvania, USA, als Sillhouette zu sehen. Fracking hat möglicherweise gesundheitsgefährdende Auswirkungen auf das Oberflächenwasser.
Foto: picture alliance / dpa
Was wir bereits wissen
Bis 2020 darf nicht mehr nach Schiefergas gebohrt werden. Die Regierung will Gutachten über Umweltgefahr und die wirtschaftliche Effizienz einholen.

Den Haag.. In den Niederlanden wird in den kommenden fünf Jahren kein Schiefergas gesucht oder gefördert. Das verkündete am vergangenen Freitag Wirtschaftsminister Henk Kamp. Zuvor hatte es auch aus Nordrhein-Westfalen Protest gegen die Fracking-Pläne gegeben. Die niederländische Regierung begründete den Stopp mit den unklaren Auswirkungen der Schiefergas-Bohrungen. Bereits erteilte Genehmigungen werden nicht verlängert.

Ganz verzichten aufs Fracking möchten die Niederländer allerdings noch nicht. Der zuständige Minister Kamp will überprüfen lassen, ob die Förderung von Schiefergas sinnvoll ist. Dabei sollen Sicherheitsfragen ebenso berücksichtigt werden wie ökonomische Berechnungen. Erst wenn dieses Ergebnis vorliegt, soll entschieden werden wie es nach 2020 weitergeht.

Bis dahin wird die Niederlande allenfalls Probebohrungen im Auftrag und unter Aufsicht der Regierung genehmigen.