Niederländer kaufen weiterhin am Niederrhein
15.02.2010 | 17:03 Uhr 2010-02-15T17:03:00+0100
Kranenburg. Die Nachfrage sie zwar nicht mehr so groß wie vor zwei Jahren, aber immer noch auf einem hohen Niveau, so Bürgermeister Günter Steins. 160 Anfragen für 40 Grundstücke.
Die niederländische Nachfrage nach Baugrundstücken am Niederrhein ist ungebrochen. Für das Kranenburger Neubaugebiet „Kranenburg-Süd” gibt es 160 Interessenten, davon kommen 123 aus den Niederlanden. Die Nachfrage sie zwar nicht mehr so groß wie vor zwei Jahren, aber immer noch auf einem hohen Niveau, so Bürgermeister Günter Steins. Im Neubaugebiet Kranenburg-Süd vergibt die Gemeinde 40 Baugrundstücke. Die Vermarktung startet im Sommer.
Für Niederländer sind die Preise in der Grenzkommune immer noch sehr günstig. Wer nicht aus Kranenburg stammt, bezahlt 145 Euro pro Quadratmeter. In der Städteregion Nimwegen-Arnheim sind 250 bis 450 Euro üblich. Bürgermeister Steins erklärt, dass Familien aus Kranenburg bei der Vergabe bevorzugt werden: Die Herkunft und die Zahl der Kinder spiele eine Rolle. „Wir wollen ja kein Klein-Amsterdam, sondern eine gesunde Durchmischung der Neubaugebiete”, so Steins. Die Kranenburger zahlen 95 Euro pro Quadratmeter.
Nicht nur die Baugrundstücke sind am Niederrhein deutlich günstiger, auch die Baukosten seien im Kreis Kleve zwischen 20 und 25 Prozent günstiger, so der niederländische Makler Dick Vermeulen aus Millingen aan de Rijn.
Gleichwohl gibt es jetzt mehr Familien, die ihr Haus in Deutschland wieder verkaufen, weil sie die Nachteile der Auswanderung unterschätzt haben. Die meisten Niederländer arbeiten nach wie vor im Heimatland. Wohnen im Ausland sei mehr, als nur ein Haus zu besitzen, so Vermeulen. AG
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