Mühlentechnik größtenteils repariert

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Duisburg-West..  Norbert Nienhaus, Vorsitzender des Mühlenvereins Lohmühle in Baerl freut sich. Mittlerweile ist der vierte Bauabschnitt an der komplett zu renovierenden Mühle beendet. Damit ist der größte Teil der Mühlentechnik restauriert. Jetzt fehlt nur noch das Flügelkreuz (letzter Bauabschnitt) und die Mühlsteine können sich drehen.

Aufwändige Arbeiten waren im vierten Bauabschnitt erforderlich. Zunächst einmal musste der Läuferstein des rechten Mahlwerks ausgebaut werden, da er an mehreren Stellen gerissen war und unweigerlich in voller Funktion auseinander gebrochen wäre. Der alte Stein ziert nun die Außenwand unserer Mühle als sichtbares Zeichen der Müllerei.

Die Lohmühle hat ein doppelgängiges Mahlwerk. Der Vorstand hatte in einer seiner Vorstandssitzungen aus Kostengründen beschlossen, zunächst nur ein Mahlwerk zu restaurieren und das andere zu Schauzwecken herzurichten.

Den finanziellen Rahmen des Vereins gesprengt hätte die Erneuerung des Stirnrades, das für die Mahlgänge wichtig ist. Dagegen steht die Restaurierung eines Elektromotors in den nächsten Jahren an.

Komplett überarbeitet wurde auch die Sackaufzugsanlage. In der Mühlenkappe befinden sich Flügelwelle, Kammrad, Bunkler und Bremse. Der Bunkler/Kronrad wurde komplett neu gebaut und bereits im zweiten Bauabschnitt neu eingebaut.

Im Laufe der gesamten Restaurierungsarbeiten musste der Mühlenverein immer wieder unvorhergesehene Zusatzleistungen erbringen. Er hat sie finanziell auffangen können durch einen Ausgleich der Arbeiten (z.B. Sanierung der Balkenköpfe) und den damit einhergehenden geringeren Kosten.

Großes plant der Baerler Mühlenverein für dieses Jahr. So wird er erstmals wieder am Deutschen Mühlentag teilnehmen können.