Motorjacht auf LKW-Anhänger nahe Neukirchen-Vluyn vernichtet

Foto: Günter Jungmann
Was wir bereits wissen
Der Feuerwehr gelang es nicht, das brennende Boot , das während der Fahrt auf der A40 in Brand geraten war, zu retten.

Am Niederrhein..  Eine Motorjacht brennt auf der Autobahn – es war ein eher ungewöhnlicher Einsatz, zu dem die Moerser Feuerwehr am Dienstagabend gerufen wurde. Das Boot, eine rund 350 000 Euro teure Motorjacht, war nicht mehr zu retten. Und die Feuerwehr hatte wieder mit Gaffern zu kämpfen.

„Durch den entstandenen Stau sowie zahlreiche Schaulustige, die ihre Fahrzeuge verlassen hatten, um den Brand mit Smartphones beziehungsweise Handys festzuhalten, wurden die Rettungskräfte erheblich während der Anfahrt behindert“, heißt es im Bericht der Feuerwehr. Die Redaktion sprach mit deren Leiter Christoph Rudolph über die Problematik.

„Wir stehen immer öfter vor diesem Problem“, so Rudolph. Dabei müsse doch jedem klar sein, was bei einem Unfall oder einem Brand auf der Autobahn zu tun sei: eine Rettungsgasse frei halten und, falls man nicht helfen könne, in seinem Fahrzeug bleiben.

Rudolph: „Wenn man schon nicht helfen kann, soll man wenigstens die Rettungskräfte nicht behindern.“ Und er verweist auf die Tatsache, dass es immer öfter notwendig sei, nach Unfällen die teils schwer verletzten Opfer mit einem Sichtschutz aus Tüchern vor Gaffern mit Smartphones zu schützen, die ohne jede Rücksicht auf den Zustand und die Persönlichkeitsrechte der Verletzten ihre Sensationsgier befriedigen würden.

Wenn diese Menschen dann auch noch das Anrücken der Rettungskräfte behindern, stellen sie eine Gefahr für Leib und Leben anderer dar – für die Feuerwehren und Rettungssanitäter, die um jede Sekunde kämpfen, die sie schneller an den Einsatzort bringt, ist das mehr als unverständlich.

Das Feuer brach an derHinterachse des Anhängers aus

Bei dem Einsatz am Dienstagabend auf der A 40 in Höhe der Rastplatzes Neufelder Heide waren Gott sei Dank keine Menschenleben in Gefahr – der Fahrer des finnischen Sattelzuges hatte den Anhänger abgekoppelt und mit vom Rastplatz zu Hilfe geeilten Berufskollegen versucht, das Feuer zu bekämpfen, das an der Hinterachse des Hängers ausgebrochen war.

Aber auch die 61 Wehrleute aus Moers und Wachtendonk vermochten die Motorjacht, die mit großer Wahrscheinlichkeit auf dem Rückweg von der „Boot“ in Düsseldorf war, nicht mehr zu retten. Das aus glasfaserverstärktem Kunststoff gefertigte Boot konnte nur mit Schaum gelöscht werden.