Mehr Verkehr auf der A3 und der A40 in NRW
16.01.2012 | 19:12 Uhr 2012-01-16T19:12:00+0100
Am Niederrhein. Alle fünf Jahre gibt es eine Verkehrszählung auf Autobahnen und Bundesstraßen. Die aktuellste Zählung aus dem Jahr 2010 besagt, dass auf der A3 und der A40 der Verkehr dichter geworden ist. Auf der A42, A57 und A59 wurden teilweise weniger Fahrzeuge gezählt.
Bundesweit stiegen die Fahrleistungen gegenüber 2005 um 1,2 Prozent. Das ergab die Verkehrszählung der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) in Bergisch-Gladbach, die alle fünf Jahre auf Autobahnen und Bundesstraßen durchgeführt wird.
Für die Verkehrsmengen am Niederrhein ergibt sich dagegen kein einheitliches Bild. Während auf den Autobahnen 3 (Emmerich-Duisburg) und 40 (Venlo - Duisburg) ein Anstieg zu verzeichnen ist, ging der Verkehr auf Teilstücken der A42 (Duisburg-Kamp-Lintfort), A57 (Goch-Neuss) und A59 (Dinslaken-Duisburg) offensichtlich wegen der Bauarbeiten auf Teilstücken erheblich zurück. Auf den Bundesstraßen (B8, B9, B57, B58) sind laut der Zählung aus dem Jahre 2010, deren Ergebnisse jetzt erst vorgelegt wurden, die Verkehrsmengen kaum angestiegen.
A3
Die meistbefahrene Autobahn am Niederrhein ist mit Abstand die A3. Passieren in Emmerich 30.900 Kraftfahrzeuge (+3 900), davon 14 Prozent Lkw, die Grenze, sind es zwischen Hamminkeln und Wesel schon 40.100 (+2 200). Bis Dinslaken wird die Blechlawine schon erheblich breiter. 67.300 Kraftfahrzeuge (+1 400) rauschen zwischen Din-Nord und Din-Süd entlang. Bis zum Kreuz Duisburg-Kaiserberg verdoppelt sich die Zahl nahezu auf 127.600 Autos (+9900). Der Anteil des Schwerlastverkehrs bleibt stabil bei 13-15 %.
A40
Auch auf der A 40 wurden durchgängig mehr Fahrzeuge gezählt. Hinter der Grenze zwischen Straelen und Wachtendonk-Wankum sind es 34.900 (+ 9 600). Ins Auge fällt hier der hohe Lkw-Anteil von rund 30 Prozent, der bis Duisburg sukzessive auf 15 Prozent sinkt und sich erst im Ruhrgebiet auf zehn Prozent einpendelt. Am Autobahnkreuz Moers sind es bereits 83.200 Fahrzeuge (+12.100). Spitzenwerte erreicht die A40 am Niederrhein in Duisburg zwischen A59 und A3. 101.300 Autos (+9 000) stehen dort mehr im Stau als fahren. Übrigens: Diese Zahl wird auf der A40 nur im Essener Osten und in Bochum getoppt!
A42
Auf der sogenannten „Parkautobahn“ zwischen Oberhausen und Duisburg wird seit Jahren mächtig gewerkelt. Möglicherweise ist das ein Grund für die abnehmende Verkehrsdichte. Schon zwischen Kamp-Lintfort und Moers-Nord sind nur noch 40.900 Fahrzeuge unterwegs (- 5600). Auf der Rheinbrücke zwischen Duisburg-Baerl und Duisburg-Beeckerwerth fuhren 2010 62.500 Pkw/Lkw, 2005 waren es noch 66.700 (- 4200). Direkt am Landschaftspark Nord (Neumühl-Oberhausen-West) vorbei rasten durchschnittlich 79.000 Wagen (- 6900).
A57
Eine ähnliche Entwicklung ist auch an der A57 zu beobachten. Zwar sind am Grenzübergang bei Goch mit 13.200 Fahrzeugen (+ 3900) ebenso steigende Mengen zu verzeichnen wie zwischen Alpen und Rheinberg (41.200/+ 3 400). Bis Moers schwillt der Strom noch auf 75.800 Pkw/Lkw (+3900) an. 75.300 Fahrzeuge sind es auch in Krefeld, aber damit schon 8700 weniger als bei der Verkehrszählung vor fünf Jahren. Damals wurden weiter südlich am Autobahnkreuz Kaarst noch 91.800 Fahrzeuge gezählt. Dort sind heute nur noch 81.500 (-10 .00) Wagen unterwegs. Offensichtlich eine Folge der Bauarbeiten bei Neuss, die inzwischen fast abgeschlossen sind, aber sich Zug und Zug weiter Richtung Norden verlagern. Bis die A57 aber durchgängig sechsspurig bis Moers befahrbar ist, werden nach Einschätzung von Joachim van Bebber, Projektleiter A57 von Straßen.NRW, noch gute zehn Jahre vergehen.
A59
Die Bauarbeiten am Mercator-Tunnel in der Duisburger Innenstadt dürften auch auf der Nord-Süd-Achse in Duisburg einen Verdrängungseffekt verursacht haben. Blieb die Anzahl der Fahrzeuge zwischen Fahrn und Marxloh zwischen 2005 und 2010 stabil (58.000/57.300), sank sie zwischen Marxloh und Hamborn kräftig auf 69.800 Pkw/Lkw (- 18.700). Vor dem Kreuz Duisburg-Mitte sind es noch 72.100 (-17.900), erst im Duisburger Süden zwischen Großenbaum und dem Autobahnkreuz Duisburg-Süd erreicht die Verkehrsstärke mit 29.500 Fahrzeugen (- 400) wieder das Niveau von 2005. Da allerdings im Frühling der Lückenschluss zur B8n in Düsseldorf erfolgen soll, ist dort mit einem Anstieg der Frequenz zu rechnen. Was den sechsspurigen Ausbau zwischen Duisburg -Zentrum und Duisburg-Hochfeld angeht, rechnet Peter Belusa, zuständiger Projektleiter von Straßen.NRW mit einem Abschluss der Bauarbeiten Ende 2013. Erst dann wird auch die Fahrstreifenverengung im Mercator-Tunnel aufgehoben.
A524 / B288
Zum Zankapfel zwischen Duisburg und der Nachbarstadt Krefeld taugt die Verlängerung der A524. 34.200 Fahrzeuge wurden 2010 zwischen Duisburg-Rahm und Ratingen-Lintorf (- 100) gezählt. Der Weiterbau bis zum Autobahnkreuz Duisburg-Süd soll bis zum Frühjahr abgeschlossen sein. Die Verlängerung bis zur B8 ist beschlossene Sache. „Für den Neubau der Rheinbrücke und den Lückenschluss zur A57 gibt es einen Planungsauftrag“, so Joachim van Bebber von Straßen.NRW. Allerdings hat sich der Krefelder Rat im April 2011 gegen den Ausbau der B288 ausgesprochen und damit die Nachbarn im Duisburger Süden, die den Ausbau unbedingt wollen, kräftig brüskiert.
Alle Zahlen unter www.bast.de.
02:39
Und wo sind bitte die Statistiken zur A52??????? Die Hauptschlagader zwischen dem Niederrhein/Rheinland und dem Ruhrgebiet!!!!!!