Lkw-Navigation stadtverträglich machen

Klein-Netterden/Emmerich..  Jetzt also doch. Die Verwaltung schlägt nun für die Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung am Dienstag, 2. Juni, ab 17 Uhr im Rathaus, vor, den Ravensackerweg derartig auszubauen, dass der Lkw-Verkehr vom neuen A-3-Anschluss Netterdensche Straße über den Ravensackerweg in den Nettpark/Budberger Straße gelangen kann. Die Bürgerinitiative Klein-Netterden hatte solche Gedankenspiele vor Jahren schon ins Spiel gebracht. Jetzt hat sich kürzlich die CDU Hüthum des Themas angenommen. Schon wird’s ernst.

Die Planung sei „verkehrsplanerisch sinnvoll“, heißt es nun in der Verwaltungsvorlage. Die Netterdensche Straße und die Ortslage Klein-Netterden werde durch die Anbindung vom Schwerlastverkehr entlastet; die Erschließung des Gewerbegebietes Ost IV optimiert. Einen Haken hat das Vorhaben noch: Es muss ein Teilgrundstück erworben werden, um den Ausbau realisieren zu können. Auch muss geklärt werden, wer das finanziert. Die Stadt oder Straßen NRW als Baulastträger des neuen A-3-Anschlusses. Offen ist auch noch, wann tatsächlich der Bau des Autobahnanschlusses beginnt.

Lkw durch Navis oft festgefahren

In Punkto Lkw tut sich noch etwas. Und zwar beteiligt sich die Stadt Emmerich an einer Optimierung der digitalen Daten für Navigationsgeräte. In vielen Städten gibt es das Problem, dass die Navis nicht für Lkw ausgerichtet sind und die Brummis in Straßen schicken, wo sie nicht hingehören. Teilweise müssten die großen Fahrzeuge aus zu engen Straßen „regelrecht befreit werden, vor allem, weil häufig keine Wendemöglichkeit besteht“, heißt es in der Vorlage. Auch zu niedrige Brücken seien ein Hindernis. In Emmerich krachte kürzlich noch ein Lkw in die Bahnunterführung an der Van-Gülpen-Straße. Nachdem die Metropole Ruhr schon Lkw-Vorrangrouten erarbeitet hat, wird nun im Rheinland ähnliches bewerkstelligt. Und die Stadt Emmerich macht mit. Dies wird dem Ausschuss zur Kenntnis vorgelegt.