Kultur als Basis für das Zusammenleben

Lesungen, Konzerte, Filmvorführungen, Ausstellungen, Tanz und Theater – all das ist Teil der Jüdischen Kulturtage im Rheinland vom 22. Februar bis zum 22. März. Die jüdischen Gemeinden stellen hierbei gemeinsam mit zahlreichen Institutionen, Vereinen und Künstlern die Vielfalt der jüdischen Kultur vor. Von den rund 360 Veranstaltungen zwischen Köln und Dortmund finden 19 in Duisburg statt.

Gleich am Eröffnungstag geht es in Duisburg bei einer Veranstaltung im Kultur- und Stadthistorischen Museum um 15 Uhr um den Einzug von Jiddisch in die Alltagssprache. „Schäkern“, „ausgekocht“, und „verkohlt“ stammen aus dem Jiddischen. Am Dienstag, 24. Februar, zeigt das Filmforum im Rahmen der Kulturtage um 18 Uhr „Hannas Reise“.

Einen Blick auf ostjüdische Arbeiter in der Rüstungsindustrie des Ersten Weltkrieges wirft am 25. Februar um 19.30 Uhr Dr. Ludger Heid im Jüdischen Gemeindezentrum. Im Vortrag mit dem Titel „Suche nach Identität“ berichtet er, wie Tausende Arbeiter aus dem russisch-polnischen Okkupationsgebiet davon träumten, dauerhaft in Deutschland bleiben zu können.

Am 27. Februar um 20 Uhr widmen sich Musiker in der Volkshochschule der Klezmermusik - mit der Überschrift „Dance of Joy“.