Krefeld darf probebohren fürs Erdwärmewerk
01.07.2009 | 19:02 Uhr 2009-07-01T19:02:00+0200Wolfgang Hoever will im Großraum Krefeld ein Erdwärmekraftwerk bauen.
Für die Suche nach einem geeigneten Standort hat ihm die Bezirksregierung Arnsberg jetzt das Monopol für Probebohrungen bis zu 5000 Meter Tiefe in einem 357 Quadratkilometer großen Gebiet erteilt. Das Areal umfasst Flächen von Moers, Duisburg, Meerbusch, Willich, Tönisvorst und Kempen. Wo die Tiefenbohrungen erfolgen sollen, hänge von den Untersuchungen der Seismologen ab.
Wolfgang Hoever ist Vorstandsvorsitzender der Inoges AG, einer Holding von Gesellschaften, die im Gesundheitssektor tätig sind. Mit einem Investor im Hintergrund will er bis zu 60 Millionen Euro in das Erdwärmekraftwerk investieren. Hoever ist der erste Privatmann, dem eine solche Erlaubnis für Probebohrungen erteilt wurde. Das Kraftwerk soll vier bis sechs Megawatt Strom produzieren und wäre bundesweit die erste Anlage, die Erdwärme aus einer solchen Tiefe nutzt. Die nötigen Temperaturen von mindestens 200 Grad werden in dieser Region erst in einer Tiefe von 4000 bis 5000 Meter vermutet.
Wo sich das spätere Kraftwerk befinden soll, hängt von den Gesteinsschichten ab, auf die die Bohrer treffen. ib
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