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Hübner holt die Zange 'raus

29.06.2008 | 20:28 Uhr

FUSSBALL. Der MSV Duisburg startet vor 5000 Zuschauern mit fünf neuen Spielern und zwei neuen Trainern in die Saison.

Strecken und dehnen für den sportlichen Erfolg: Ivo Grlic, Björn Schlicke und Tobias Willi bilden das Gerüst. (Fotos: Alexandra Umbach/far)Mussten zuschauen: Mounir Chaftar und Chinedu Ede

DUISBURG. Lange durften Manasseh Ishiaku, Michael Lamey, Christian Tiffert und Sven Beuckert gestern beim Trainingsauftakt des Zweitligisten MSV Duisburg vor rund 5000 Zuschauern nicht mitmachen. Bereits nach zwei bis drei Minuten verschwanden sie wieder in der Kabine. Während es für Stürmer Ishiaku und Rechtsverteidiger Lamey Angebote aus Istanbul und Bielefeld gibt, ging es für Tiffert und Beuckert eher darum, ihre Arbeitskraft demonstrativ zur Verfügung zu stellen. Beide haben noch einen gültigen Vertrag beim Erstliga-Absteiger, spielen aber in den Planungen von Sportdirektor Bruno Hübner und Chef-Trainer Rudi Bommer keine Rolle mehr. Trotzdem ersparte ihnen der Verein diesen Kurz-Auftritt nicht: "Solange die Spieler einen gültigen Vertrag haben, müssen sie hier zum Training erscheinen", betonte ein MSV-Sprecher.

Einen Vertrag haben beim MSV nicht nur die neuen Spieler Mounir Chaftar (Eintracht Frankfurt), Tiago (Young Boys Bern), Sandro Wagner (Bayern München), Chinedu Ede (Hertha BSC) und Olcay Sahan (Borussia Mönchengladbach II), sondern auch der Fitnesscoach Uwe Speidel und der Niederländer Marcel Lucassen als Mental- und Taktikcoach erhalten. Speidel und die neu aufgestellte Reha-Abteilung dürfen bei Chaftar und Ede gleich ihre Fähigkeiten demonstrieren. Beide sind angeschlagen, sollen jedoch Ende der Woche erstmals mit der neuen Mannschaft trainieren.

Abschied vom "Büffel"

Bis dahin wird sich noch eine Menge bei den Zebras tun: Nicht nur der nahende Abschied vom Manasseh "Büffel" Ishiaku und Michael Lamey, sondern auch die Ankunft von bis zu drei neuen Spielern. Die will Sportdirektor Bruno Hübner nämlich noch holen. Für die Abwehr, fürs rechte Mittelfeld und für den Sturm. Heftig im Gespräch ist Ce?drik Makiadi vom VFL Wolfsburg als "Außenminister" auf der rechten Seite. Doch der Deal wird vermutlich erst über die Bühne gehen können, wenn für Stellenplan-Inhaber Christian Tiffert eine Lösung gefunden wurde. Die gab's gestern übrigens auch bei einer Altlast: Necat Aygün verlässt die "Zebras" endgültig und heuert beim Zweitliga-Aufsteiger FC Ingolstadt an, wo er bereits als Leihspieler aktiv war.

Angesichts der noch abzuarbeitenden Baustellen wirkte Sportdirektor Bruno Hübner gestern bei der Mannschaftsvorstellung an der Westender Straße wenig entspannt: "Es war eine sehr hektische Vorbereitung auf die neue Saison und es ist auch weiterhin noch sehr intensiv", sagte der Pfälzer in Duisburger Diensten. Dennoch glaubt er, sein Konzept beim MSV verwirklichen zu können: "Wir wollen in der kommenden Saison mit schnellen Außenstürmen spielen." Man darf gespannt sein, ob sich die Gegner von der " Zange" beeindrucken lassen. Beeindruckt war auf jeden Fall Chinedu Ede, Neuzugang aus Berlin, von der Publikumsresonanz: "Bei der Hertha kam nicht mal die Hälfte der Zuschauer zum Saisonauftakt." In der ersten Liga, wohlgemerkt.

MARKUS PETERS

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