Holländer setzen mehr Züge auf die Betuweroute
17.06.2008 | 19:33 Uhr 2008-06-17T19:33:43+0200VERKEHR. Ende 2008 sollen 300 pro Woche fahren. DB bindet Feuerwehren in Planungen ein.
ROTTERDAM. Langsam wird es ernst: Der Betreiber der Betuweroute, Keyrail, kündigte gestern an, die Zugfrequenz zu erhöhen. Ab heute werden vier Güterzüge pro Stunde pro Richtung auf der Neubaustrecke Richtung Emmerich fahren. Keyrail-Geschäftsführer Sjoerd Sjoerdsma freut sich über eine steigende Nachfrage und ist zuversichtlich, dass bis zum Ende des Jahres 300 Züge pro Woche auf der Güterstrecke fahren werden.
Notfallübungen erwünscht
Ende 2010 sollen es 600 sein und Ende 2012 über 900 Züge pro Woche. Sjoerdsma: "Wir werden die Anzahl der Züge deutlich ausweiten und unseren Kunden ein gutes Preis-Leistungsverhältnis anbieten können." Keyrail ist der erste private Schienennetzbetreiber in Europa.
Und auf deutscher Seite wird weiter geplant. Die Arbeitsgruppe Betuwe teilt mit, dass bei der Planung des 3. Gleises die Feuerwehren stärker eingebunden werden. Bei einem Treffen in der Betriebszentrale und Notfallleitstelle in Duisburg wurden den Mitgliedern der Arbeitsgruppe unterschiedliche Abläufe bei Unfallszenarien vorgestellt. "Für uns ist wichtig, dass künftig die Verknüpfung vor Ort deutlich verbessert wird", so der Reeser Bürgermeister Dr. Bruno Ketteler. Mit der Bahn habe man sich darauf verständigt, dass ein intensiver Informationsaustausch zwischen der Notfallleitstelle der DB, dem Notfallmanager der Bahn und den örtlichen Feuerwehren einsetzen wird. Auch Notfallübungen soll es künftig geben. (AG)
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