Gutes Ergebnis in schlechten Zeiten
18.02.2010 | 20:05 Uhr 2010-02-18T20:05:00+0100
Dinslaken/Duisburg. IG Metall Duisburg-Dinslaken ist mit dem Tarifabschluss mit 2,7 Prozent mehr Geld und Arbeitsplatzsicherung zufrieden.
Ulrich Marschner musste nicht lange nachdenken, um den Tarifabschluss der nordrhein-westfälischen Metall- und Elektroindustrie zu bewerten: „Wir haben in schlechten Zeiten etwas Gutes geschaffen”, bilanzierte der 2. Bevollmächtigte der IG Metall Duisburg-Dinslaken gestern Nachmittag im DGB-Jugendheim in Dinslaken. Der Tarifvertrag „Zukunft in Arbeit” habe Arbeitsplätze und Einkommen in der Krise gesichert, so Marschner, der selbst an den rund 14-stündigen nächtlichen Verhandlungen von Mittwoch auf Donnerstag beteiligt war.
320 Euro in zwei Raten
Finanziell macht sich das Ergebnis der Einigung bei den Beschäftigten in den nächsten 14 Monaten dreimal bemerkbar: Eine Einmalzahlung in Höhe von 320 Euro (Azubis: 120 Euro) wird in zwei Raten am 1. Mai und 1. Dezember ausgezahlt, ab 1. April 2011 steigen die Gehälter um 2,7 Prozent. Durch freiwillige Betriebsvereinbarungen kann sich der letzte Termin noch um zwei Monate nach vorne oder hinten verschieben, aber auch das beinhaltet einen Teilerfolg für die Gewerkschafter: „Die Arbeitgeber wollten erreichen, dass die Erhöhung um sechs Monate verschoben werden kann”, so Marschner.
Die finanziellen Forderungen standen allerdings am Ende der Sondierungsgespräche, die seit Dezember liefen. Wichtigster Punkt war die Sicherung der Arbeitsplätze, die durch einen so genannten Beschäftigungspakt erreicht wurde. Der Tarifvertrag „Zukunft in Arbeit” beinhaltet eine neue Regelung zur Kurzarbeit: Nach zwölfmonatiger Laufzeit können Arbeitgeber Sonderzahlungen wie Urlaubs- und Weihnachtsgeld zwölf Monate lang in zwölf Teilen auf das Kurzarbeitergeld umzulegen. „Dadurch werden die Arbeitgeber entlastet und Arbeitsplätze gesichert”, rechnet Ulrich Marschner vor. Zudem gibt es im Tarifvertrag „Zukunft in Bildung” einen Teil-entgeltausgleich bei Arbeitszeitverkürzung etwa für Azubis, die nach der Ausbildung keine sofortige Übernahme in Vollzeit in Aussicht haben, eine einjährige Weiterbildung anstreben und gleichzeitig in Teilzeit arbeiten wollen. „Das schafft jungen Leuten die Chance”, sich zusätzlich zu qualifizieren”, so Marschner.
Insgesamt sieht der Gewerkschafter den Abschluss als „innovativ” an, als Beweis, „dass wir in NRW in der Lage sind, in der Krise gute Lösungen zu schaffen”. Bei den Arbeitnehmern vor Ort ist die Resonanz ähnlich: „Wir konnten das Ergebnis unter den Kollegen noch nicht diskutieren”, sagt Peter Schumacher von Signode Systems, „aber ich denke, wir sind besser weggekommen als wir erwartet haben”.
08:18
Bitte was? Wer was leistet bekommt auch was ihm zusteht! ;)
Finde ich geil den Abschluss !!!!! :-D
Herzlichen Gruß vom DMG :-D