Grenzüberschreitendes Theater
18.02.2010 | 17:44 Uhr 2010-02-18T17:44:00+0100
Vom 4. bis zum 7. März geht im KOM'MA-Theater in Rheinhausen das 12. „Kaas & Kappes”-Festival über die Bühne
Rheinhausen. Autorennachwuchs aufgemerkt! Noch bis zum 26. Februar besteht die Möglichkeit, einen Text für das Theater zum Thema „Lampenfieber” zu schreiben und für den 4. Jugendautorenwettbewerb in Duisburg beim Festivalbüro im KOM'MA-Theater (Schwarzenberger Straße 147, 47226 Duisburg-Rheinhausen) einzureichen. Es muss ja nicht gleich ein ganzes Stück sein. Eine Szene, ein guter Dialog, haben ebenfalls Chancen auf den mit 300 Euro dotierten Preis.
Verliehen wird dieser beim 12. Deutsch-Niederländischen Kinder- und Jugendtheater-Festival „Kaas & Kappes”, das vom 4. bis 7. März (Donnerstag bis Sonntag) im KOM'MA-Theater in Rheinhausen über die Bühne geht. Vor der Preisverleihung am 6. März um 14 Uhr werden Auszüge aus den eingereichten Arbeiten vorgelesen.
Der mit 7500 Euro dotierte Niederländisch-Deutsche Autorenpreis, die Hauptauszeichnung des Festivals, wird erst am 7. März um 16 Uhr vergeben. 105 Stücke, die von Autoren aus Deutschland, den Niederlanden, der Schweiz, Belgien und Österreich eingereicht wurden, mussten die Juroren in diesem Jahr vor ihrer Entscheidung lesen. „Eine ordentliche Zahl”, wie Helle Hensen findet, der mit Sascha Bauer das Festival leitet.
Bizarrer Wüstenkampf
Umrahmt sind die Preisverleihungen von vier Theateraufführungen. Eröffnet wird das Festival am 4. März um 11 Uhr von dem niederländischen Objekttheater TamTam mit dem Stück „To have or not to have”, einem ungewöhnlichen Märchen für Kinder ab vier Jahre mit viel Musik und fast ohne Worte. Eine Zange und eine rostige Mausefalle liefern sich in einer Sandwelt einen bizarren Kampf um Haben und Nicht-Haben, der nach wüstem Gemetzel im Sand verendet.
Tags drauf (5. März) um 11 Uhr zeigt das ReibeKuchenTheater sein hochgelobtes Stück „Die grandiosen Abenteuer von Johanna Holzschwert” für Kinder ab sieben. Johanna ist zehn, Mittelalterfan und hat die ewigen Hänseleien ihrer Schulkollegen satt. Wütend und entschlossen setzt sie sich zur Wehr, wie ihr Vorbild Johanna von Orle´ans.
2007 gewann der Autor Jan Sobrie mit „Titus” den Hauptpreis des „Kaas & Kappes”- Festivals. Am 6. März ist sein Stück für Jugendliche ab zwölf um 15 Uhr in einer Inszenierung vom Theaterhaus Ensemble Frankfurt im KOM'MA zu erleben. Springen oder nicht springen? Das ist die Frage für Metzgerssohn Titus, als er auf dem Dach seiner Schule hockt. Sein Vater hat ihn nach seinem Lieblingsschwein benannt, doch ansonsten kaum Interesse an seinem Sohn. Der allerdings kann weit mehr, als ihm alle zutrauen.
„Peer” (zu sehen am 7. März um 15 Uhr) ist ein Mann, der sich in seinem Haus eingeigelt hat. Das ändert sich kolossal, als er entdeckt, dass Rosa aus Russland in seinen Kleiderschrank eingezogen ist. Die heiter-poetische Geschichte ist für Kinder ab vier Jahre geeignet.
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