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Grenzregion will keine Coffieshops mehr

11.11.2008 | 20:18 Uhr

DROGEN. In der nächsten Woche beraten die Gemeinden in Almere über Probleme des Drogentourismus entlang der Grenze.

VENLO. Ist das der Anfang vom Ende der niederländischen Coffieshop-Politik? Nachdem die Gemeinden Roosendaal und Bergen op Zoom beschlossen haben, ab dem 1. Februar 2009 keine Coffie-shops mehr zu dulden, wollen auch andere Gemeinde entlang der Grenze zu Deutschland und Belgien diesem Beispiel folgen. Viele Bürgermeister haben es satt, dass ihre Kommunen mit den negativen Folgen des Drogentourismus belästigt werden. Am 21. November werden sich die Kommunalvertreter in Almere zu einer landesweiten Konferenz treffen.

Der Bürgermeister von Maastricht, Geert Leers, hat zu dieser Konferenz aufgerufen und ist der Meinung, dass die Grenzgemeinden das Problem gemeinsam angehen müssen. "Wenn jetzt jede Kommune ihr eigenes Ding macht, dann bekommen wir ganz ungewünschte Nebenwirkungen und verlagern die Problematik in die Nachbargemeinde." In den Niederlanden gibt es 100 Kommunen, die Coffieshops zugelassen haben.

Die Gemeinde Venlo hat bereits in der Vergangenheit reagiert. In der Innenstadt gibt es keinen Verkauf mehr von Haschisch, Marihuana und Drogenpilzen. Zwei Coffieshops wurden an die Grenze zu Kaldenkirchen verlegt, aber auch dort fühlen sich Anwohner von Drogentouristen belästigt, die laut sind, urinieren und zugekifft zum Bahnsteig laufen.

Venlos Bürgermeister Hubert Bruls begrüßt die Entscheidung Roosendaals, alle Coffieshops zu schließen. "Wenn wir Glück haben, entwickelt sich daraus eine neue Drogenpolitik. Sollte sich jetzt zeigen, dass die Probleme durch die Schließung von Coffieshops geringer werden, dann wird der Politik der Duldung ihre Grundlage entzogen."

Er hält seinen Ansatz für richtig: "Wir müssen die Drogenbarone hart anpacken und dafür sorgen, dass die Immobilien in der Stadt wieder in die richtigen Hände kommen." (AG)

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