Freundliche Übernahme
30.10.2009 | 23:09 Uhr 2009-10-30T23:09:00+0100
Duisburg soll künftig mit den fünf niederrheinischen Häfen eng kooperieren. Das sieht ein Masterplan vor
Am Niederrhein. Rund 60 Kilometer liegen zwischen Duisburg und Emmerich. Luftlinie. Dazwischen sind sechs verschiedene Häfen entlang des Rheins angesiedelt. Die sollen in Zukunft enger als bisher zusammenarbeiten. Das sieht ein Masterplan vor, den das Fraunhofer -Institut für Materialfluss und Logistik in Dortmund zur Zeit erarbeitet und im Mai 2010 endgültig vorlegen wird.
„Nur eine Zusammenarbeit aller macht Sinn”, erklärte Joachim Kochsiek, Diplom-Ingenieur des Instituts gestern vor Unternehmern im Weseler Lippeschlößchen.
Nach Ansicht von Fachleuten könnten sich die Häfen hervorragend ergänzen. Duisburg und Emmerich sind sehr gut ausgebaut, verfügen aber über keine Erweiterungsflächen mehr, auf denen sich interessierte Firmen aus der Logistik-Branche ansiedeln könnten.
Der Hafen Emmelsum in Voerde und insbesondere der Rhein-Lippe Hafen bei Wesel können zwar kaum logistische Dienstleistungen anbieten, haben aber noch genügend Flächen zur Verfügung. Die Rede ist insgesamt von 85 Hektar. „Die können wir aber nicht vermarkten. Wir sind Verwaltungsleute, keine Hafenentwickler”, betonte der Kämmerer des Kreises Wesel, Peter Giesen, der zugleich qua Amt Betriebsleiter des Emmelsumer Hafens ist.
„Eine Zusammenarbeit ist notwendig, wenn die Region ihre Chancen im internationalen Wettbewerb nutzen will”, unterstrich auch Günter Kozlowski, Staatssekretär im NRW-Verkehrsministerium. „Eine lockere Zusammenarbeit wird es nicht werden. Das macht keinen Sinn”, ergänzte auch Markus Teuber, Generalbevollmächtigter der Duisburger Hafen AG, „Es wird eher eine engere Kooperation.”
Wie genau die aussehen wird und welche Rolle die einzelnen Häfen dabei spielen werden, wird im Mai 2010 klar.
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