Gastronomie
Fluggäste landen im Waldhaus Dicks
19.05.2010 | 22:01 Uhr 2010-05-19T22:01:00+0200Weeze. Es dürfte nicht viele Menschen geben, die sich darüber freuen, wenn täglich 9000 Autos vor ihrer Türe vorbeirollen. Heinrich Dicks ist einer davon. Und für ihn könnten es ruhig noch ein paar mehr werden.
Denn der 53-Jährige hat an der Weller Straße, der Auto-Einflugschneise zum Flughafen, sein Waldhaus Dicks - und profitiert als Gastronom davon, dass viele Fluggäste mittlerweile auch bei ihm landen.Ein wenig nachhelfen musste Heinrich Dicks allerdings. Er hängte ein signalrotes Werbebanner mit der Aufschrift „Restaurant und Drinks“ auf. Das ziert das schmucke Weezer Waldhaus zwar nicht unbedingt, tut aber seine Wirkung. „Viele Betriebe hatten durch die Wirtschaftskrise Umsatzrückgänge. Bei mir ist das nicht so“, freut sich Dicks über die Kundschaft, die ihm der Flughafen beschert hat.Zum Beispiel die Jungs aus Schweden, die neulich in Weeze landeten, um ein Fußballspiel in Dortmund zu sehen, und bei Dicks ihren Hunger stillten. Oder die Mitarbeiter einer Berliner Firma, die regelmäßig per Flieger anreisen und sich mit niederländischen Geschäftspartnern im Waldhaus treffen. „Die bringen ihre Laptops mit und nutzen unser Haus als Büro.“Für Heinrich Dicks sind die Fluggäste nicht nur ein prima Umsatzfaktor. Er freut sich auch darüber, dass er so neben den Stammgästen vom Niederrhein auch eine spannende internationale Kundschaft hat.„Gerade habe ich eine Mail aus Spanien bekommen mit einer Tischreservierung für neun Personen.“ Da kann Heinrich Dicks schon mal ein paar Würstchen reservieren. „Die Spanier wollen immer Bratwürste probieren“, sagt er und schmunzelt über das Klischee, das der niederrheinischen Küche im fernen Süden anhaftet. „Die meinen oft, bei uns gibt’s immer Bratwurst, Schnitzel und Bier.“Abgehoben ist Dicks durch die neue Kundschaft übrigens nicht. Bei ihm gibt’s weder „Airport-Teller“ noch „Jumbo-Schnitzel“. An der Speisekarte hat sich nichts verändert. Denn das, was die Fluggäste verzehren, ist ein Zubrot. Die Basis sind noch immer die Gesellschaften und Stammgäste. Menschen, die bei den Dicks nicht nur ihre Hochzeit, sondern auch die Silberhochzeit und die Kommunion der Kinder feiern. Oder die 50 Kegelclubs, die hier ihre Kugel schieben.Im Waldhaus wird übrigens auch Politik gemacht. Heinrich Dicks war quasi live dabei als der Flughafen geboren wurde. „Die Vorgespräche haben hier im Hinterzimmer stattgefunden.“ Als die Sache dann konkret wurde, kamen auch die Feinde des Airports. „Hier auf dem Parkplatz haben die Gegner protestiert“, erinnert sich Dicks. Der Gastwirt hat ihnen Kaffee gebracht. Und freut sich jetzt, dass am Ende doch die Fürsprecher die Nase vorn hatten. Nur schlafen kann Familie Dicks nicht mehr so gut. Mit der Ruhe am Waldhaus ist es vorbei, denn die 9000 Autos brummen auch in der Nacht,
18:25
@ KKlaus:
Nach der zweiten, Sie Universalgenie.
10:43
@ Al
??? Hat man Sie mit 18 aus der dritten Klasse wegen Volljährigkeit entlassen ?
17:24
Ergänzung:
Ein Artikel, in dem die ersten Zeweilen nicht denen der Hauptzeile entspricht, was hier Standard zu sein scheint.
17:23
Endlich mal ein Bericht,
- der das Thema Flughafen nicht direkt mit Lärm und muss weg in Bezug setzt,
- der von etwas Positiven berichtet,
- der nicht, wie viele andere hier, vor Rächdschraipvelan strotzt.
Frau Müller könnte an Ihrer Absatz-Setzung arbeiten, dies würde den Faktor der Lesbarkeit sehr erhöhen; ansonsten ist der Artikel klasse!