Der Weltmissionar aus Goch

Goch..  Entweder sei er ein Narr oder ein Heiliger, soll der Bischof von Roermond gestaunt haben, als ihm 1874 ein mittelloser Priester von seinem Plan berichtet: Er beabsichtige, ein Haus für die Ausbildung von Missionaren zu bauen. Gesagt, getan. Der Geistliche setzt sein Vorhaben 1875 in die Tat um – und gründet in Steyl, einem Dorf bei Venlo, den Orden „Societas Verbi Divini“, also die „Gesellschaft des Göttlichen Wortes“, heute besser bekannt als die Steyler Missionare. 128 Jahre später wird er tatsächlich heilig gesprochen. Sein Name ist in aller Welt bekannt: Arnold Janssen.

Geboren wird er als zweites von elf Kindern des Fuhrmannes Gerhard und seiner strenggläubigen Frau Anna Katharina – in Goch. In seinem Geburtshaus in der Frauenstraße 8 befindet sich heute das Arnold-Janssen-Haus, ein kleines Museum, in dem an das Leben und Wirken des Mannes erinnert, der als Wegbereiter des modernen Missionsgedankens gilt.

1879 schickt er die ersten Missionare nach China, es folgten Togo, Papua-Neuguinea, Japan, die Philippinen und Lateinamerika. Dabei sollen sich die Steyler Missionare an das Motto des Ordensgründers halten: „Zunächst heilen, dann belehren und erst dann taufen.“ Heute arbeiten für die internationale Ordensgemeinschaft rund 6000 Priester und Brüder sowie die Steyler Missionsschwestern.

Am 15. Januar 1909 stirbt Arnold Janssen in Steyl, hier liegt er auch begraben.