Der Vater des modernen Bedburg-Hau

Bedburg-Hau..  Im Archiv des Landtages in Düsseldorf wird er unter einer schlichten aber prägnanten Berufsbezeichnung geführt: Bauer. Doch Johann van Aken ist mehr als nur ein einfacher Landwirt aus Schneppenbaum, heute ein Ortsteil von Bedburg-Hau. Letzteres hat viel mit dem Mann zu tun, der am 10. Februar 1915, also vor genau 100 Jahren, das Licht der Welt erblickt.

Johann van Aken wirkt in seiner Zeit in der Politik vor Ort, und das sehr nachhaltig. 1952 wird er zum Bürgermeister des Amtes Till und zugleich zum Bürgermeister der Gemeinde Schneppenbaum gewählt. Und nach der Kommunalreform 1969 steigt er zum Bürgermeister der neu geordneten Gemeinde Bedburg-Hau auf. Einer seiner Schwerpunkte: die Umsetzung der Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen.

Der CDU-Politiker hat maßgeblichen Anteil daran, dass aus den Gemeinden Hau, Huisberden, Louisendorf, Till-Moyland sowie Schneppenbaum mit den Ortschaften Hasselt und Qualburg die Gemeinde Bedburg-Hau gebildet wird.

Vor allem deshalb erinnert heute ein Denkmal am Gemeindezentrum in Schneppenbaum an ihn, auch ist eine Straße nach ihm benannt, der Johann-van-Aken-Ring.

Dreieinhalb Jahrzehnte lang, bis 1987, ist Johann van Aken als erster Bürger von Bedburg-Hau im Einsatz. Am 2. Februar 1988 verleiht ihm der Rat der Gemeinde Bedburg-Hau einstimmig das Ehrenbürgerrecht – 27 Tage später stirbt er im Alter von 73 Jahren.