Das Hotel Moerser Hof in Asberg wird enorm vergrößert

Foto: privat
  • Das Hotel Moerser Hof in Asberg wird gerade von 33 auf 52 Zimmer erweitert
  • Das Eigentümerehepaar Lietzow kaufte dafür ein Nachbargebäude
  • Mit der Fertigstellung wird für Ende des nächsten Frühjahrs gerechnet

Moers..  Seit mehr als hundert Jahren gibt es an der Kreuzung Römerstraße/ Essenberger Straße Gastronomie – offenbar eine gutes Plätzchen für Gäste. Denn das Hotel Moerser Hof expandiert. Die Eigentümer Monika und Roland Lietzow investieren noch einmal erheblich in ihre Immobilie und bauen das Hotel von 33 auf 52 Zimmer aus.

Die Erweiterung hat eine fünf Jahre alte Vorgeschichte. Damals geriet der Dachstuhl eines Nachbargebäudes des Moerser Hofes in Brand. Das Gebäude wurde nicht instand gesetzt, war jahrelang ohne Dach der Witterung ausgesetzt. Nach „zähen Verhandlungen“, berichtet Roland Lietzow, konnte er das Haus schließlich erwerben und die Ausbaupläne angehen.

„Wir sind kein Hotel für Touristen. Zu uns kommen Monteure und Messebesucher“, erklärt Lietzow. So profitiert der Moerser Hof davon, dass die Preise in den Herbergen von Düsseldorf und Umgebung zu Messezeiten ins Astronomische steigen. Überhaupt sei man im Raum Rhein-Ruhr gut bekannt und vernetzt, so dass sich das Ehepaar zu der Investition ermutigt sah. Die Höhe will Lietzow freilich nicht nennen.

Ein öffentliches Restaurant hat das Haus in Asberg übrigens nicht. Allerdings bereitet eine „Küchenfee“, wie Lietzow sie nennt, für die Hotelgäste im Bierkeller ein paar Gerichte aus der Kategorie „Hausmannskost“ zu. Die Auslastung des Hotels beziffert er mit 55 bis 56 Prozent im Jahresdurchschnitt.

Hauptberuflich ist Roland Lietzow Architekt, weshalb er die Erweiterung selbst plant und durchführt. Fertiggestellt sind bislang Fassade und Dach des Nachbarhauses. Zudem hat Lietzow die Lücke zwischen dem bestehenden Hotel und dem gekauften Haus durch ein zylindrisches Bauteil geschlossen. Der Innenausbau läuft, der Hausherr rechnet damit, dass im späten Frühjahr 2017 fertig wird.

Der Ursprung war die Schankwirtschaft „Liesen-Katrin“

Der Ursprung des Hauses war übrigens eine Schankwirtschaft. Katrin Liesen hat sie geführt, sie war Vereinslokal für Taubenzüchter, Billardspieler, Fanfarenzüge und viele andere Vereinigungen. Der Volksmund nannte diese Asberger Institution schlicht „Liesen-Katrin“. 1992 kaufte das Ehepaar Lietzow die Immobilie.

Die Leitung des Hotels war freilich in erster Linie die Sache von Monika Lietzow. Der Umbau sei wohl sein letztes großes Projekt als Architekt, kündigt der 70-jährige Roland Lietzow an. Da sich seine Frau aus der Hotelleitung zurückziehen möchte, wird er ihren Part im Moerser Hof übernehmen

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