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Comedy Arts - Festival der komischen Künste

26.08.2010 | 17:43 Uhr
Comedy Arts - Festival der komischen Künste
Herbert Knebel beim Comedy Arts Festival in Moers 2010. Foto: Bernd Lauter / WAZ FotoPool

Moers. Das 34. Comedy Arts Festival geht in Moers über die Bühne. Festivalleiter Holger Ehrich spricht im Interview über Wetter, Sparzwänge und schräge Typen. Derzeit ist er Mädchen für alles.

Holger Ehrich. Foto: Olaf Fuhrmann

Zeit für ein Interview hatte Holger Ehrich nicht wirklich. Der künstlerische Leiter des Comedy Arts Festivalsin Moers ist in diesen Tagen Mädchen für alles - manchmal sogar die Wetterfee. Donnerstagabend startete auf dem Kastellplatz die 34. Auflage des ältesten Festivals der komischen Künste. Holger Ehrich sprach mit uns über das Wetter, Sparzwänge und schräge Typen.

 

Warum sollte der Niederrheiner an sich an diesem Wochenende lieber unterm Regenschirm beim Comedy Arts Festival in Moers sitzen, statt im trockenen heimischen Fernsehsessel Comedy aus der Konserve zu futtern?

Wir haben ja einen Vertrag mit dem Humor-Gott, dem Großen Komiko, dass zu Showbeginn der Regen abgestellt wird. Meistens klappt das auch – und wenn nicht helfen unsere 700 Regenponchos und trockener Humor. Tatsächlich sind die Experten-Wetter-Prognosen, die wir genau für Moers einholen, gar nicht so schlecht. Mit etwas Glück bleiben die Abende wirklich trocken.

 

Das Programm
18 Acts aus acht Ländern

Freitag, 27. August, ab 19 Uhr: Zauberei, Entertainment, Pantomime: Raymond Crowe (AUS). Slapstick und Akrobatik: Los2Play (ESP). Puppenspiel: Die Echse (D). Streetdance: FanatiX (D). Comedy: Wollny & Kuhnle (D). Moderation: Ludger K.

Samstag, 28. August, ab 18 Uhr: A Capella-Sänger: iNtrmzzo (NL). Musikcomedy: Emmi & Willnowski (D). Akrobatik und Illusionen: Strange Comedy (CAN). Puppenspiel: Teatrapo (Chile). Comedy: Stickleback Plasticus (GB). Moderation: La Signora

Sonntag, 29. August, ab 18 Uhr: Chanson und mehr: Malediva (D). Comedy: Helfried (A). Gesang und mehr: Christiane Weber (D). Moderation: Marcel Wagner.

Karten gibt es noch an der Abendkasse: Festivalkarte 58 Euro, Tageskarte Freitag 26 Euro, Tageskarte Samstag 29 Euro, Tageskarte Sonntag 26 Euro, für Schüler und Studenten gibt es Ermäßigung.

Die Stadt Moers hat große finanzielle Probleme, auch im Kulturbereich wird gespart. Bekommen die Zuschauer das zu spüren?

Auf der Bühne heißt unser Motto weiterhin: Klotzen statt kleckern. Wir würden den erstklassigen Ruf des Festivals beim Publikum und in der Szene ruinieren, wenn wir nicht weiterhin beste Qualität bieten würden. Deshalb fliegen wir dieses Jahr etwa den international gefeierten Entertainer Raymond Crowe eigens zu seiner Deutschland-Premiere aus Australien ein. Auch für das Festival typische raumgreifende Acts, die nicht auf jede Bühne passen, sind dabei, etwa die Artisten von Los2Play. Gespart haben wir, indem wir schweren Herzens den Straßentheatertag gestrichen haben – hoffentlich nicht für immer.

 

Wir werden unter anderem den ältesten Newcomer der Welt sehen, zwei Outlaws des Tanzparketts und einen gescheitelten Finanzbeamten. Werden Ihre drei Moderatoren fertig mit solchen Diven und Dandys?

Die Conférenciers haben dieses Jahr alle eine Verbindung zur Region. Ludger K. kommt aus Moers, Marcel Wagner aus Krefeld und La Signora aus dem italienischen Viertel von Oberhausen. Mit dem lokaltypischen bodenständigen Charme werden sie die hochfliegenden auswärtigen Gaststars sicher am Boden halten. Aber es stimmt: Zum ComedyArts reist wieder ein Panoptikum ungewöhnlicher Humorkünstler an, wie sie sonst kaum eine andere Veranstaltung bietet. Unser Ruf verpflichtet: Für Moers ist das Beste und Schrägste gerade gut genug.

 

Worüber können Sie selbst Tränen lachen?

Als Kinoverrückter von Kindesbeinen an fallen mir direkt die Meister der Filmkomödie ein: Tati, Chaplin, Monty Python, Wallace & Gromit und viele mehr. Auf der Bühne alles, was einen clownesken Witz hat – aber dabei denke ich nicht unbedingt an die klassischen Zirkusclowns, sondern eher an die modernen Komiker, denen man den Clown auf den ersten Blick nicht ansieht, wie Kurt Krömer etwa oder die ComedyArts-Legende Leo Bassi. Im diesjährigen Programm sind das unter anderem Wollny & Kuhnle, die Echse oder Helfried. Typisch ist natürlich, dass hier nicht nur Tränen gelacht, sondern auch andere Töne angeschlagen werden: feiner Humor, satirischer Spott oder einfach nur brilliante Bühnenkunst, wie wir es letztes Jahr mit dem Konzert von MoZuluArt erleben durften. Dank unseres randvollen Programms sogar all das an einem Abend!

Zur Bildergalerie:

Gabi Gies

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Kommentare
30.08.2010
09:45
Comedy Arts - Festival der komischen Künste
von Lastehebemagnete | #1

Finde ich gut, dass ich Deutschland auch noch die Kultur gepflegt wird!

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