Brennende Leidenschaft

Wesel..  Leise knistert das Feuer im Kamin. Wo könnte es an einem kalten Wintertag auch gemütlicher sein und genussvoller ausklingen, als vor dem kleinen, wärmenden Feuer im Haus? Doch wie wird so ein Kaminofen überhaupt hergestellt? Und wo fängt man eigentlich an, beim Bau eines Kamins?

„Mit einem geraden Blech beginnt der Ofenbau“, erklärt Lars Bieniok, Geschäftsführer der Firma BK Ofenbau aus Wesel-Obrighoven. „Das wird dann bearbeitet: zugeschnitten, gewalzt und schließlich geschweißt.“ Seit 32 Jahren werden im Familienunternehmen, das der 42-Jährige von seinem Schwiegervater übernommen hat, Kaminöfen gebaut – vom Blech bis zu den Kacheln ist alles Handarbeit der zwölf Mitarbeiter, die von Beruf überwiegend Schlosser sind.

Natursteine, Kacheln und Stahl

Das alles vor Ort hergestellt wird, ist in der Branche eher ungewöhnlich, meint der Geschäftsführer: „Die meisten lassen in Osteuropa produzieren.“ Für das Weseler Unternehmen kommt das nicht in Frage: „Wir wären nicht mehr flexibel. Wenn wir selbst herstellen, können wir individuelle Wünsche berücksichtigen.“ Außerdem gebe es häufig Qualitätsprobleme mit den Öfen aus dem Ausland.

Das die aus Natursteinen, Kacheln oder Stahl gefertigten Weseler Öfen lange halten und Qualitätsprodukte sind, beweisen Lars Bieniok aktuell auch die vielen Kontakte mit Kunden, die ihren Kamin vor 25 oder 30 Jahren bei der Firma haben bauen lassen. „Sie rufen jetzt häufig wegen der neuen Feinstaubverordnung,“. Die gilt seit 2015 und lässt nur noch 40 Milligramm Feinstaub bei Kaminöfen zu. „Manchmal müssen wir bei diesen alten Öfen dann ein paar Veränderungen vornehmen, mit neuen, besseren Materialien arbeiten, die besser isolieren, damit die Emissionswerte der 2. Stufe eingehalten werden.“

Die neuen, rund 30 verschiedenen Ofen-Modelle von BK Ofenbau aus Wesel erfüllen selbstverständlich alle Verordnungen. Aber darf denn so ein traumhafter Kaminofen eigentlich in jedes Haus und jede Wohnung? „Prinzipiell ja“, sagt der Geschäftsführer. „Es muss nur ein Schornstein im ‘Haus vorhanden sein.“ Ob Eigentum oder Mietwohnung ist dann ganz egal. „Die meisten Kunden, die zur Miete wohnen und einen Kamin einbauen wollen, arrangieren sich mit ihrem Vermieter“, so der Erfahrungswert des Weseler Ofenbauers.

Der Traum vom gemütlichen Kaminfeuer in den eigenen vier Wänden muss also nicht immer bloß einer bleiben. Und manchmal gibt’s den sogar ganz geschenkt (siehe Verlosung rechts)...