Brand in Klever Studentenwohnheim

Foto: NRZ
Was wir bereits wissen
An der Hafenstraße kam es zu einem Wohnungsbrand. Zwei Studenten wurden mit Rauchvergiftung ins Krankenhaus gebracht. Die Brandursache ist noch unklar

Kleve.. Auf der Hafenstraße in Kleve brannte es gestern Nachmittag in einem Studentenwohnheim. Gegen 16.20 Uhr geriet die Eckwohnung im 3. Obergeschoss eines 24-jährigen Stundenten in Brand. Die Ursache ist bislang noch unklar. Feuerwehr und Polizei alarmierten für einen Großeinsatz. Gut 50 Feuerwehrleute waren vor Ort und zahlreiche Rettungskräfte. Fünf Studenten wurden von der Rauchentwicklung in Mitleidenschaft gezogen. Zwei Studierende wurden mit einer Rauchvergiftung ins Krankenhaus nach Emmerich gebracht, so der Leitende Notarzt Andreas Lamers zur NRZ.

Rettung über die Drehleiter

Während die Feuerwehrmänner aus Kleve, Kellen und Bedburg-Hau die Flammen löschten, stand der bisherige Bewohner der Wohnung recht aufgelöst am Straßenrand, ebenso andere Studenten. „Wir wohnen oben ganz links im Flur,“ erzählt Hanok Bernane, Maschinenbaustudent aus Äthiopien. „Wir haben den Brand gerochen“, schildert sein Mitbewohner Miltos Stavaidis aus Griechenland. „Wir sind durch die Flure gelaufen, haben an Zimmern geklopft“. Die meisten rannten dann die Treppen runter. Miltos sieht zu seiner Wohnung hoch, in die er gestern Nacht eigentlich noch unbedingt hinein will, um seine Sachen zu holen. Denn heute schreibt er eine Matheklausur.

Eine Klausur hatte Justus Gräßer gestern bereits hinter sich und ruhte sich im Bett aus. „Ich habe wohl Lärm auf dem Flur gehört“, aber er wartete ab. Als das laute Treiben nicht aufhörte, zog der Student aus Berlin dann doch die Gardinen vor seinem Fenster im dritten Stock zur Seite. „Rauch verdunkelte die Sonne“, beschreibt er ein unwirkliches Licht. Er kam nicht mehr durchs Treppenhaus. „Die Feuerwehr hat mich mit der Drehleiter übern Balkon geholt.“

Justus Gräßer war einer von drei Studenten, die von der Feuerwehr mit der Drehleiter gerettet wurden. Stadtbrandmeister Ralf Benkel bestätigte der NRZ, dass sich niemand in der eigentlichen Brandwohnung aufhielt. Die Rauchmelder hätten funktioniert und wahrscheinlich Leben gerettet. Auch die Brandschutzmaßnahmen des Neubaus hätten dafür gesorgt, dass sich das Feuer nicht ausbreiten konnte.

Die Kriminalermittler der Polizei befragten gestern den 24-jährigen Wohnungsbesitzer nach den Ursachen des Brandes. Kriminaltechniker waren auf der Suche nach dem Brandherd. Die Ergebnisse werden vermutlich heute mitgeteilt.