Blick auf das Sommersemester
04.01.2010 | 01:40 Uhr 2010-01-04T01:40:00+0100
Kreis Kleve. Zwei vorlesungsfreie Wochen – Zeit, die Seele baumeln zu lassen. Für Dr. Marie-Louise Klotz galt das zwischen Weihnachten und Neujahr nur bedingt. Denn die Präsidentin der neuen Hochschule Rhein-Waal konnte sich nicht komplett ausklinken. Dafür steckt sie zu tief in Arbeit.
Die wurde versüßt durch eine gute Nachricht. Der Unternehmerverband Metall ließ wissen, dass er der Hochschule 10 000 Euro spendet: „Das Geld können wir sehr gut gebrachten”, freute sich Klotz. Es gebe viele Notwendigkeiten, diese Summe sinnvoll zu investieren: „Insofern soll die Verwendung gut überlegt und abgestimmt sein”.
Die „Freizeit” ist vorbei – die Arbeit geht weiter. Was steht 2010 auf dem Programm? Darüber sprach die NRZ mit Marie-Louise Klotz. Das erste Semester neigt sich dem Ende zu, für die Studierenden und das Hochschulteam stehen Anfang Februar Prüfungen an. Gleichzeitig laufen die Vorbereitungen für das Sommersemester.
Zwei Tage mit offenen Türen
Nicht nur das: Zwei Tage der offenen Tür müssen organisiert werden. Am 16.Januar in Kleve und am 23. Januar in Kamp-Lintfort: „Dabei werden wir das komplette Studienangebot für das Wintersemester 2010 vorstellen”, kündigt Klotz an.
Zu den bereits vorhandenen kämen 14 weitere hinzu – acht davon in Kleve. „Ich bin dabei, die Studiengänge zusammenzustellen”, erklärt die Präsidentin.
Das hat logischerweise die Suche nach weiteren Professoren zur Folge. 32 sollen berufen werden, hinzu kommen rund 16 bis 18 wissenschaftliche und weitere Verwaltungsmitarbeiter: „Wir haben 60 bis 80 Stellen, die wir ausschreiben werden”. Zusätzlich würden Auslandssemester intensiv geplant und vorbereitet.
Aktualisierung und Gestaltung der Hochschul-Home-Page sowie der Wikipedia-Präsentation in mehreren Sprachen sei ein weiterer Arbeitsschwerpunkt: „Wir brauchen aussagekräftige Internetseiten, vor allem in chinesichser und englischer Sprache.” Denn Marketing in eigener Sache sei zwingend erforderlich: „Wir müssen plakativ darstellen, welche Bedeutung das Wissen in diesen von uns vorbereiteten Studiengängen für die Wirtschaft und die Gesellschaft hat. Und warum es sich in besonderem Maße lohnt, hier zu studieren.
Sich einen Namen machen
Für die Region ist wichtig, dass wir uns sehr schnell einen Namen machen”, betont Klotz: „Die Schlacht ist erst geschlagen, wenn das Semester gefüllt ist”.
Ebenfalls auf dem Ticket: Forschungsprojekte. ZIM – Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand – ist eines, an dem sich die neue Hochschule beteiligt.
Wichtig ist Marie-Louise Klotz, dass sich die Wissenschaftler gegenseitig vorstellen. Um über Synergien nachzudenken. Nicht nur das: „Die Mannschaft ist dabei eine Mannschaft zu werden”, erklärt Klotz: „Wir müssen homogen zusammenfinden”.
Und was wünscht sich die Präsidentin für 2010? „Dass wir einen ähnlich guten Start hinlegen wie 2009. Dass wir ausgebucht sind und alle Studiengänge ähnlich gut füllen können und zwar mit deutschen und internationalen Studenten. Dass wir alle gesund bleiben und nicht im Stress einknicken. Und vor allem unsere gute Laune und die Motivation behalten. Denn die Anforderungen sind immens.”
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