Vor 2012 geht gar nichts
26.05.2009 | 18:59 Uhr 2009-05-26T18:59:00+0200Der Ausbau der Betuwelinie wird sich in die Länge ziehen, erfuhren gestern die Mitglieder des RVR-Planungsausschusses bei ihrer Sitzung in Voerde vom Projektleiter der Deutschen Bahn AG.
Am Niederrhein. Noch hat der Regionalverband Ruhr (RVR) keine Planungskompetenz im Kreis Wesel. Die bekommt er erst ab dem 21. Oktober 2009. Aber mit zwei wichtigen regionalpolitischen Themen hat sich das Gremium schon gestern auf der Sitzung des Planungsausschusses in Voerde auseinandergesetzt: Mit dem Kiesabbau und der Betuwe–Linie.
Während zum Thema Kies eine Resolution erst in der Verbandsversammlung verabschiedet werden soll, unterrichtete Stefan Ventzke, Projektleiter der Deutschen Bahn AG, zum Planungsstand der Betuwe. Bis der Ausbau der 72,6 Kilometer Bahnstrecke beginnen kann, wird noch etwas Zeit ins Land gehen: „Wir werden in diesem Jahr die Vorplanung abschließen und dann in die Planfeststellung gehen”, betonte Stefan Ventzke.
Die Bahn rechne mit einer Verfahrensdauer von 18 Monaten, dann erst hätte man Baurecht. Anschließend dauere es noch Monate, bis die konkrete Projektplanung und die Bereitstellung der Mittel abgeschlossen sei. „Bis Mitte 2012 werden wir noch brauchen, bevor wir mit dem Ausbau beginnen können”, erklärte der Planer.
Fast die komplette Strecke wird durch Lärmschutzwände eingerahmt. Auf 6,1 Kilometern wird der Schallschutz zwei Meter, auf 8,4 Kilometern drei Meter und auf satten 59,9 Kilometer vier Meter hoch, damit die Grenzwerte von 49 Dezibel nachts nicht überschritten würden. Die Schutzwände werden entweder aus Holz, Aluminium oder Beton sein, transparente Lösungen seien an Bahnstrecken nicht möglich, erklärte der Planer.
Während zwischen Oberhausen und Holten ein drittes und viertes Gleis gebaut werden muss, reicht für den Rest der Strecke nur ein zusätzlicher Schienenstrang aus. Der wird bis Dinslaken westlich der bestehenden Gleise geführt werden, hinter Dinslaken östlich bis zum Bahnhof Meerhoog. Dort geht es bis Praest wieder westlich weiter. Dann wird das dritte Gleis wieder auf die östliche Seite verlegt. Von Emmerich bis zur Grenze verlaufen die Schienen westlich der bestehenden Strecke.
Auf dem Weg zwischen Oberhausen und der Grenze müssen noch 55 Bahnübergänge in Über- bzw. Unterführungen umgewandelt werden. In 37 Fällen sei man sich mit den Kommunen über die Planung einig, in 18 Fällen bestehe noch Dissens, so Ventzke. Zehn Querungen sind allein in Emmerich umstritten.
Auf der Betuwelinie sollen aber nicht nur Güterzüge, sondern auch Nah- und Fernverkehrszüge unterwegs sein. Doch der ICE, der von Duisburg nach Amsterdam braust, wird nach wie vor maximal 160 km/h fahren. „Auf der niederländischen Seite ist die Strecke nicht für höhere Geschwindigkeiten ausgelegt”, betont Ventzke. Auf der deutschen Seite sei bis auf die Bahnhöfe schon heute ein Tempo von 200 km/h möglich.
13:24
@ Klaus Taler
Das Photo sieht doch ganz nett aus und das dann auf 74,4 Km.
Dann dauert es auch nicht lange, bis alles mit Graffiti voll geschmiert ist.
Das schreit ja förmlich danach.
Kann keine Danksagung verstehen.
13:23
Leider bietet dieser Artikel nichts was neu wäre. Übrigens auch sehr unkritisch. Auch gar nichts über die Sicherheit von Gefahrstoff-Transporten usw. schade, da hätte sich der Leser etwas mehr gewünscht.
10:28
Dank an die CDU, SPD, FDP, BGE und Grüne für die Gestaltung der Stadt Emmerich:
http://farm1.static.flickr.com/37/125933690_d3736d92ed.jpg?v=0