Das aktuelle Wetter NRW 22°C
Recht

Mit Ketteler und Krüger gegen die Betuwe

19.02.2010 | 21:28 Uhr
Mit Ketteler und Krüger gegen die Betuwe

Am Niederrhein. Die Städte und Gemeinden am Niederrhein wappnen sich in der bevorstehenden juristischen Auseinandersetzung gegen die Deutsche Bahn AG wegen des Baus der Betuwe-Linie.

Am Niederrhein. Die Städte und Gemeinden am Niederrhein wappnen sich in der bevorstehenden juristischen Auseinandersetzung gegen die Deutsche Bahn AG wegen des Baus der Betuwe-Linie.

Ausgerechnet der ehemalige Reeser Bürgermeister Bruno Ketteler, sein Partner Franz Kulka (bis 1998 Stadtdirektor in Emmerich) und der ehemalige SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Hans-Ulrich Krüger sollen die Interessen der Stadt Hamminkeln im Zusammenhang mit dem Bau der Betuwe-Linie juristisch vertreten.

Das hat der Rat der Stadt jetzt beschlossen. Weitere Städte wie Dinslaken und Voerde wollen sich wohl ebenfalls dieser Experten bedienen.

Ein Schwergewicht

Insbesondere Dr. Hans-Ulrich Krüger gilt als politisches Schwergewicht. Schließlich war der Voerder bis zum vergangenen Jahr finanzpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion und Vorsitzender des Bankenuntersuchungsausschuss. Der 58-Jährige verfügt über beste Kontakte nach Berlin.

„Ich freue mich auf diese wichtige Aufgabe”, erklärte der Sozialdemokrat gestern. Er fühle sich auf jeden Fall gut gerüstet. „Als ehemaliger Voerder Bürgermeister und Vorsitzender des Betuwe-Beirates bin ich mit dem Thema vertraut.” Der ehemalige Richter, übrigens selbst ein Betuwe–Anrainer, will sich jetzt als Rechtsanwalt niederlassen, wird aber nicht in die gemeinsame Kanzlei von Kulka & Ketteler einsteigen.

Dr.Bruno Ketteler Foto: Marc Albers

„Dort liegt die juristische Begleitung des Falls, ich werde die Städte eher in strategischen Fragen beraten.” Über den Umfang der Arbeit macht sich Krüger keine Illusionen: „Das gesamte Verfahren wird wohl mehrere Jahre dauern.”

Markus Peters

Facebook
 
Kommentare
26.02.2010
10:38
Mit Ketteler und Krüger gegen die Betuwe
von Peter01 | #6

#4 tünnes

Auch Sie irren da gewaltig. Nicht jeder konnte davon ausgehen, dass die Bahn den Güterverkehr ( vermutlich ) so ausbauen wird, wie es jetzt offenbar wird. Immerhin ist die Linie im Jahr 1856 genehmigt worden, aber nicht mit der Verkehrsdichte. Da konnte keiner im Traum daran denken, dass anno 2010 diese Masse von Güterzügen übers Gleis fuhr. Schon gar nicht des nachts.

26.02.2010
09:16
Mit Ketteler und Krüger gegen die Betuwe
von tünnes | #5

Ein bisschen zu spät aufgewacht,die Holländer sind schon lange mit Lärmschutz und so weiter fertig-da fangen die hier an eine siedlungsferne trasse zu fordern.ein wenig realitätsfernklingt das schon.im übrigen konnte sich ja jeder anwohner vorher frei entscheiden wo er baut bzw. kauft-die bahn fährt ja nicht seit gestern durchs land!

24.02.2010
09:08
Mit Ketteler und Krüger gegen die Betuwe
von Peter01 | #4

Wer Dienstagabend in der Niederrheinhalle war, konnte sich eines Besseren belehren lassen. Der Frankfurter Fachanwalt sieht durchaus Chancen mit einer Musterklage die Bahn zu zügeln. Nur lange diskutieren führt zu nichts, denn die Bahn schafft schon jetzt klammheimlich Fakten. Im Klartext: Nachts fahren bereits im 10 Minuten Takt Güterzüge.

22.02.2010
10:08
Mit Ketteler und Krüger gegen die Betuwe
von Zappelphilipp | #3

Die Idee (Traum) einer siedlungsfernen Trasse kann man getrost begraben. Das wird nichts mehr. Viele angebliche Köche verderben den Brei.
Ruhe in Frieden, siedlungsferne Trasse.

22.02.2010
09:59
Blockierter Kommentar.
von Moderation | #2

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

22.02.2010
08:19
Mit Ketteler und Krüger gegen die Betuwe
von Zappelphilipp | #1

Warum nur muß ich bei diesem Artikel an die Sprichworte Tölpel als Porzellanverkäufer und Bock zum Gärtner machen denken ?
Also das sieht mir alles eher nach Bockmist, Bock schiessen und sturer Bock aus. Bei diesen vielen Böcken und Tölpeln bleiben diejenigen auf der Strecke, die für eine siedlungsferne Trasse plädieren.
DAS WIRD NICHTS, JUNGS !
DAS KÖNNT IHR ABHAKEN !
SCHADE, DAS WAR ES DANN !

Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/2618036/create

Aktuelle Fotos und Videos
Info-Zentrum zur Betuwe
Bildgalerie
Fotostrecke
Situation der Anwohner
Bildgalerie
Fotostrecke
Proteste gegen Betuwe
Bildgalerie
Fotostrecke
Betuwe Line
Bildgalerie
Fotostrecke
Aus dem Ressort
Betuwe-Initiative: Weg mit dem Schienenbonus
Güterbahnstrecke
Der umstrittene Schienenbonus bei der Berechnung des Lärmschutzes an Bahnstrecken muss endlich entfallen. Das fordert die Bürgerinitiative „Betuwe, so nicht“ und versucht, mit einer öffentlichen Petition die Sache in Gang zu bringen.
Viel Gesprächsbedarf
Betuwe
Voerder Bürgerinitiative „Betuwe – So nicht“ informierte über die Pläne der Bahn.