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Millingen sagt, was es will

01.03.2009 | 17:48 Uhr
Millingen sagt, was es will

SPD traf sich gestern mit 60 Interessierten am Bahnhof. Michael Hoffmann stellte Alternativen zur Umgehung der Bahntrasse vor.

Millingen. „Millingen muss sagen, was Millingen will”: Und in einem Punkt sind sich die Bürger des Reeser Ortsteils einig. Die Südumgehung über Empel soll es auf keinen Fall sein. Wie Auto-, Rad- und Kradfahrer, Fußgänger, Rettungsdienst und Feuerwehr in dem in Zukunft von der Betuwe-Route „geteilten” Ort zügig von der einen auf die andere Seite kommen werden, wird sich in den kommenden vier Monaten entscheiden.

Ungewöhnliche Stille

Zum SPD-Ortstermin am Millinger Bahnhof waren gestern über 60 Parteigenossen und Bürger gekommen, um sich selber am Platz ein Bild von der Lage zu machen. Ironischerweise fuhren ausgerechnet und pünktlich zum Versammlungszeitpunkt keine Züge: „In Höhe von Empel steht ein Kran auf den Gleisen”, hatte Städteplaner Michael Hoffmann bemerkt, der das Treffen leitete.

Auch trotz der ungewöhnlichen Stille an der Bahntrasse kam die Diskussion schnell in Gang.

Der Plan mit möglichen Umgehungsmöglichkeiten, den Hoffmann präsentierte, berücksichtigte auch die ungeliebte „Empel-Lösung”. Diese erscheint Bürgern und Partei jedoch nicht sinnvoll. „Der Bus nach Bocholt würde nicht mehr über Millingen verkehren”, „Sämtliche Fahrzeuge des Rettungsdienstes bräuchten dicke fünf Minuten mehr”, und „Unsere Verbinung zum Millinger Bruch würde deutlich erschwert”, argumentierten einzelne Bürger und Genossen.

„Wir möchten eine Gleisumgehung durch den Ortskern, die möglichst wenige Anwohner belastet”, erklärte SPD-Bürgermeisterkandidat Harry Schulz.

Eine Möglichkeit wäre somit eine Verlängerung der Raiffeisenstraße samt Untertunnelung der Bahngleise. Auch eine Umgehung, die um den westlichen Ortskern führt, ist für viele Anwohner und Millinger eine Alternative, wobei mehrere Anschlusspunkte zur Wahl stehen. Einer davon könnte der Schwarze Weg sein.

„Fakt ist, dass wir uns drei Monate vor Planfeststellung befinden”, mahnte Harry Schulz. „Es ist wichtig, dass wir eine Lösung präsentieren können, hinter der wir gemeinsam stehen.”

Ein Plan, ehe es zu spät ist

Eine Änderung der Betuwe-Streckenführung sei definitiv nicht mehr möglich, darüber müsse man sich im Klaren sein. „Wenn wir nichts Vernünftiges vorlegen können, was die Umgehung der Bahngleise im Ort betrifft, wird den Millingern nachher etwas aufs Auge gedrückt, was sie vielleicht gar nicht wollen.”

Anna Heuvelmann

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Kommentare
03.03.2009
14:24
Millingen sagt, was es will
von Calimero | #1

Hallo zusammen
Tja, erst wird gejammert, es passiert nix und schwupps, sind nur noch 3 Monate Zeit. Also, den Übergang zu und eine Radfahrer- & Fußgängerunterführung anlegen. Dazu eine 4 Meter hohe Sicht- und Schallschutzwand (nix mit Glas, die Sprayer freuen sich und die Vögel scheissen auch drauf) Die Raiffeisenstrasse an Ecke Hauptstrasse wird zur Sackgasse. Die Umgehung für Rettungswagen, PKW und die unnötigen LKW (vielleicht könnte sich mal jemand für ein Durchfahrverbot stark machen, da die Millinger Strasse für den enormen LKW-Verkehr nicht geeignet ist und von denen nur als Abkürzung der Strecke zwischen Autobahnabfahrt und Emmerich mißbraucht wird) erfolgt über eine Verlängerung der Millinger Strasse beginnend im Bereich der Schützenwiese, die Bruchstrasse links liegenlassend, unter der Bahn durch, in einem weiten Rechtsbogen auf den Schwarzen Weg, wo eine neue Kreuzung entsteht. Extra eine PKW-Unterführung im Bereich der Raiffeisenstrasse ist kostspieliger Quatsch, zumal dadurch auch der Verkehr am Kindergarten vorbei extrem zunehmen würde und die Kfz-Emissionen bestimmt nicht besonders Gesundheitsförderlich für unseren Nachwuchs sein werden.
So, ich hoffe meinen Standpunkt ausreichend dargelegt zu haben und hoffe auf eine ausgiebige Diskusion.
Bis dahin
Euer Calimero

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