Innovative Lösungen suchen
17.03.2009 | 18:51 Uhr 2009-03-17T18:51:00+0100
Die SPD-Fraktion im Düsseldorfer Regionalrat traf sich mit Verkehrsminister Tiefensee, um über die Güterstrecke zu sprechen.
Zur Vorbereitung auf das Thema hatte die SPD-Fraktionsvorsitzende im Düsseldorfer Regionalrat, Gunhild Sartingen, dem Minister schon einmal einen dicken Stapel mit Zeitungsausschnitten geschickt. Einziges Thema: Betuwe. Am Montag kam das bereits im November angekündigte Treffen zwischen der Fraktion und Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee in Berlin zustande.
Im Gepäck hatte die Marienthalerin auch die großformatige Fotomontage, in die der Mehrhooger Kaufmann Sven Komp die Lärmschutzmauer an der Bahnhofstraße eingebaut hatte. Fünf oder sechs Meter hohe Betonmauern sind nicht gut, versicherte der Minister beim Blick auf das Bild seinen Besuchern. Mit Visionen von Beton verstöre man die Menschen entlang der Strecke, kritisierte Tiefensee gleichzeitig die Bahn, die sich den Unmut der Betroffenen hätte ersparen können. Unter Hochdruck werde derzeit nach innovativen Lösungen gesucht, um die Lärmquellen zu reduzieren. Dies gelte sowohl für passive als auch für aktive Maßnahmen. Außerdem versprach der Minister, die Belastungen durch die Zahl der Züge überprüfen zu lassen und die exakten Daten für die Planfeststellung zu übernehmen. Gerade von Vertretern der Bürgerinitiativen war kritisiert worden, dass die Bahn AG deutlich geringere Zugfrequenzen angebe als in den Ausbauplänen bis 2015 enthalten seien.
Bei den städtebaulichen Vorschlägen seien auch transparente Lärmschutzwände in der Prüfung, so Gunhild Sartingen. Im Detail werde darüber im Anhörungsverfahren gesprochen.
Persönlicher Kontakt
„Die Problematik ist angekommen”, lautete ihr Urteil. Minister Tiefensee habe ihr versichert, dass trotz aller Informationen ein persönlicher Kontakt immer gut sei. Er habe deshalb auch einen Besuch in Wesel nicht ausgeschlossen.
Als die SPD-Vertreterin das Anliegen „Troglage” exemplarisch am Beispiel Mehrhoog vorgetragen habe, habe sie sich sagen lassen müssen, dass „Hamminkeln überall” ist, denn die Situation sei in Emmerich, Wesel, Voerde oder Dinslaken gleich und eine Untertunnelung der gesamten Strecke nicht leistbar. „Natürlich sollten keine unverantwortlichen Wünsche geweckt werden”, versicherte Gunhild Sartingen und ergänzte, dass sie seit Jahren Verfechterin der Troglage sei. Allerdings warnte sie gestern auch davor, Bundes- und Landesregierung in Sachen Betuwe gegeneinander auszuspielen. Erfolge seien nur gemeinsam möglich, meinte die Politikerin.
23:39
Vorbericht:
http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/emmerich/2009/3/19/news-114890293/detail.html
19:21
Herr Tiefensee wäre der richtige Mann am richtigen Schaltknopf.
Meine Ahnung:
Leider wird er alle möglichen Worte finden. Nur keine Worte die den Anwohnern helfen wird.
Vielleicht sollte er mal einige Wochen Tag und Nacht an der Betuweroute arbeiten und wohnen.
*Aber dann auch ca. 400 donnernde Güterzüge täglich verkehren.
Der Marienthalerin wünsche ich viel Glück !