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Verkehr

Einwand gegen eine Lücke

19.08.2009 | 00:01 Uhr

Dinslaken. Bürgermeisterin Sabine Weiss und Bürgerinitiative "Betuwe - so nicht!" fordern auch auf der Westseite der Bahntrasse eine durchgehende Lärmschutzwand.

Aktiv oder nur passiv, Wand oder nicht? Zwischen der Stadt und der Bürgerinitiative „Betuwe – so nicht!” einerseits und der Bahn andererseits schwelt der Streit weiter, wieviel und welcher Lärmschutz entlang der Betuwe-Ausbaustrecke realisiert werden soll. Bislang sieht die Vorentwurfsplanung lediglich auf der Ostseite aktiven Schallschutz, also eine massive Wand auf den insgesamt 6,3 Kilometern der Trasse durchs Stadtgebiet vor. Auf der Westseite klafft eine 2,3 Kilometer lange Lücke. „Diese Lücke wird als der wesentliche Konfliktpunkt im Dinslakener Streckenabschnitt gesehen”, heißt es in einem Brief von Bürgermeisterin Sabine Weiss und BI-Vorsitzenden Heinz Mülleneisen an die DB Netz AG in Duisburg.

Nach den bisherigen Planungen der Bahn wird es zwischen der Eisenbahn-Überführung über die Brinkstraße im Süden und der Rotbach-Querung (Höhe Krengelstraße) keine Lärmschutzwand geben. Bekanntlich soll das dritte Gleis für den Güterzugverkehr hier auf der Westseite verlegt werden; erst im Bereich des Bahnhofs Dinslaken wechselt es auf die Ostseite. Für die an dem Streckenabschnitt verstreut lebenden Anwohner ist bislang lediglich passiver Schutz vorgesehen, also Lärmdämmung zum Beispiel an Fenstern.

Der Stadt und der Bürgerinitiative ist das zu wenig: „Es ist nicht hinnehmbar, dass aus wirtschaftlichen Erwägungen wegen der geringeren Bebauung in diesem Bereich nur passiver Lärmschutz vorgesehen ist”, schreiben Weiss und Mülleneisen. Dabei verweisen sie nicht nur auf die steigende Lärmbelästigung, sondern auch auf den nötigen Sicherheitsschutz. Denn die Gefahrgut- und Schwerlasttransporte hätten nachweislich überproportional zugenommen. Die vorliegende Planung schränke die Menschen hier in ihrer Wohnqualität erheblich ein, zu der auch eine intensive Nutzung der Gärten gehöre. Zudem sei eine starke Entwertung der Immobilien die Folge.

„Für den Dinslakener Bereich wird ein stadt- und städtebauverträglicher, durchgehender aktiver Lärm- und Sicherheitsschutz sowie ergänzend auch passiver Lärmschutz gefordert”, so die Bürgermeisterin und der BI-Vorsitzende ultimativ.

Heinz Ingensiep

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Kommentare
19.08.2009
22:05
Einwand gegen eine Lücke
von JoschkaSchroeder | #5

Der Lions Club in Emmerich hat sich mit dem Thema Betuwelinie befasst.
Demnächst findet diesbezüglich eine Podiumsdiskussion mit bekannten Politikern u.v.a. statt.
Im Vorfeld konnte man in einem leserbrief des Dr. W. Pfirrmann wie folgt (ausschnittsweise) lesen:

Betuwe-Linie als Neubau?
„Im Vorfeld der lobenswerten Initiative des Lions Clubs zu einer Podiumsdiskussion mit unseren heimischen Bundestagsabgeordneten am 21.August erhielt ich von einem sachkundigen Referenten die Auskunft, dass die Gemeinde Zevenaar durch den Bau der Betuwe-Linie finanziell nicht belastet wird.
Und ich denke, es ist doch unglaublich, dass dann die Nachbarstadt Emmerich, gerade
einen Katzensprung entfernt, für dasselbe Projekt an den Rand des wirtschaftlichen Ruins getrieben werden soll - wie auch andere Gemeinden - von den übrigen verheerenden Folgen ganz abgesehen.
Der Grund soll darin liegen, dass die Betuwe Linie auf niederländischer Seite als Neubau behandelt wird, für den Mittel der EU fließen, während sie bei uns als Anbaustrecke gilt, die nicht unter dieses Programm fällt.
Wenn dem so ist, kann man
nur alle Verantwortlichen dringend auffordern, dafür zu sorgen, dass schleunigst auf einen Neubau umgeschaltet wird, damit wir dieselbe Förderung erhalten. Das hätte außerdem noch den Vorteil, daß Städte wie Emmerich nicht zerschnitten und verunstaltet würden. ....
Quelle http://www.nno.de/graphics/zeitung/wo33/NNO33_SA_GOKL.pdf (etwas runterscrollen)
Hier mehr zum Lions Club:
http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/emmerich/2009/8/3/news-128118634/detail.html

Ich denke, dass hiermit eine neue Diskussion über den Verlauf der Betuwestrecke eröffnet ist.

19.08.2009
16:51
Einwand gegen eine Lücke
von lothar verschitz | #4

sollte heißen: nicht teilzunehmen (BI BETUVE SO NICHT)

19.08.2009
16:49
Einwand gegen eine Lücke
von lothar verschitz | #3

Natürlich ist es im Interesse aller den Güterverkehr von der Strasse herunter zu bekommen. Die Linke Dinslaken hatte zu diesem Thema gestern abend im City Hotel zu einer Veranstaltung geladen. Eingeladen waren Vertreter der IG BISS, Vertreter der Bahn, Vertreter der Stadtverwaltung und von der BI Betuve so nicht. Während Letztere zunächst abgesagt haben weil BISS kommt, erklärten sie später noch -in Wahlzeiten grundsätzlich an Veranstaltungen teilzunehmen die von Parteien organisiert werden. Von der Stadtverwaltung ist niemand erschienen -auch ohne jegliche Absage. Das gleiche trifft auf die Verantwortlichen von der Bahn zu. Sehr schade eigentlich. Es wäre bestimmt sinnvoll gewesen beide Bürgerinitiativen zu hören und deren gegensätzliche Meinunhgen gegeneinander abwägen zu können. Auf jeden Fall hatte die BISS einige gute Agumente die gegen ein 3. Gleis sprechen, und statt dessen eine andere Strecke zu bauen die nur für den Güterverkehr in möglichts weitem Abstand zu Wohngebieten verlaufen sollte. Aus dem Kreis der Anwesenden Dinslakener Bürger wurde auch die Frage nach dem Gütertransport über den Rhein gestellt.
In den Nierlanden, die ihren Teil der Betuvelinie bereits fertig gestellt haben, ´hat es sich die Regierung nicht so leicht gemacht wie deutsche Minister. Dort wurden erhebliche Teile (so die BISS) untertunelt.

19.08.2009
09:00
Einwand gegen eine Lücke
von DJ.HouseB | #2

Welche denn?
Anstatt 100 Züge, 5000 Lkws?
Super Idee *daumen hoch*

19.08.2009
08:18
Einwand gegen eine Lücke
von stuccoholmes | #1

diese ganze idee 100de züge mit werweißwas von ladung durch das stadtgebiet fahren zu lassen ist hirnrissig und im höchstenmaße unverantwortlich.
anstatt immer nur auf dem lärmschutz rumzureiten ist es meiner meinung nach mal an der zeit auch an die sicherheit der bevölkerung zu denken als nur an seine persönliche nachtruhe und dem verkehrswert seines häuschen.

es muss doch auch eine andere möglichkeit geben die ladungen vo a nach b zu bekommen oder

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