Bund rechnet Betuwe-Linie schlecht
12.11.2010 | 16:29 Uhr 2010-11-12T16:29:00+0100
Duisburg.Das Bundesverkehrsministerium rechnet die Betuwe-Linie im neuen Bundesverkehrswegeplan künstlich schlecht. Dadurch sind die Chancen auf den schnellen Bau des dritten Gleises beträchtlich gesunken.
„In der Kosten-Nutzen-Analyse wurde im Gegensatz zur letzten Überprüfung im Jahr 2003 der gesamte Personenverkehr auf der Bahnstrecke zwischen Oberhausen und Emmerich nicht mehr berücksichtigt“, erklärt Werner Kühlkamp, Verkehrsexperte der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer in Duisburg
Falsche Zahlen
Auch die Annahmen bei den Gütermengen basieren nach Ansicht des Logistik-Fachmanns auf falschen Zahlen. „Das Verkehrsministerium geht bis 2025 nur von einer 70-prozentigen Steigerung der Güter zwischen Rotterdam und dem Ruhrgebiet aus. Der Rotterdamer Hafen rechnet dagegen mit 300 Prozent.“
Auch die Verlagerung vom Binnenschiff auf die Bahn sei in den Berechnungen des Verkehrsministeriums nicht drin. Dagegen wurden Kostensteigerung auf der Strecke sehr wohl einkalkuliert. „Statt 930 Millionen Euro schlagen jetzt 1,34 Milliarden Euro negativ zu Buche“, so Kühlkamp. Vermutlich wegen verschärfter Schallschutzverordnungen.
Kein Einzelfall
Das Vorgehen sei allerdings kein Einzelfall. „Der Bund hat einige Projekte heruntergerechnet, für die vorerst kein Geld da ist. Die liegen alle bei einem Kosten-Nutzen-Wert von knapp über 1, so dass sie nicht aus dem Bundesverkehrswegeplan fallen.“ Dagegen wurde nach Ansicht Kühlkamps bei der Strecke Ulm-Wendlingen, die zu Stuttgart 21 gehört, kräftig nachgeholfen. Dort wurde für 700 Millionen Euro Güterverkehr hineingerechnet. Dabei sei die Strecke bisher immer nur als Personenstrecke geplant gewesen.
In der übernächsten Woche wird der Chef des Bundeskanzleramts, Ronald Pofalla (CDU), mit Bahnchef Rüdiger Grube sprechen. Auf der Tagesordnung soll nach NRZ-Informationen auch das Thema Betuwelinie stehen.
13:43
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09:13
Vielleicht sollte man Herrn Profalla mal an seine Wahlversprechen erinnern.
Ansonsten, wie die letzte Landesregierung, bei
der nächsten Wahl zeigen wessen Wille
durchzusetzen ist.
01:27
...und das wird nicht besser! Vielleicht kann die Bevölkerung noch den Verkauf unserer Deutschen Bahn abwenden?! In Stuttgart machen es die Menschen vor - wir dürfen uns nicht mehr alles gefallen lassen!
08:15
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23:45
währenddessen fahren die LKW alles in Grund und Boden und die Container-Züge stauen sich von Antwerpen bzw. Rotterdam bis Duisburg - Verkehrspolitik mit Weitsicht
21:57
Tja, das Geld welches man für die Betüwe-Line benötigen würde, hat man in Stuttgart bereits schon verschleudert... jetzt muss der Niederrhein eben warten.
Wahrscheinlich dauert es genauso lange, wie die Rheinbrücke in Wesel... die paar Jahrzehnte schaffen die Niederrheiner auch noch
17:22
Dafür ( mit Taschenspielertricks ) versenken sie lieber Milliarden für Stuttgart 21.