Bahn schraubt runter bei der Sicherheit
03.12.2009 | 18:00 Uhr 2009-12-03T18:00:00+0100Rees/Hamminkeln. Die Stadt Rees und die örtlichen Wehren drängen seit langem darauf, dass die Streckensicherheit entlang der Betuwe-Route optimal gewährt sein muss. In diesem Zusammenhang wurde auch von der Deutschen Bahn AG die Bereitstellung eines schienengebundenen Transportfahrzeugs gefordert.
Nun hat die DB AG mitgeteilt, dass sie dies nicht vorsieht und verweist darauf, dass sie den kreisfreien Städten in den Jahren 2002/2003 zum Transport von Material je einen „Rüstsatz Bahn” finanziert hat.
Dies reicht den Wehren aber keineswegs. Mit den schienengebundenen Transportfahrzeug sollte, vor allem in nur schwer zugänglichen Bereichen, Material an mögliche Unfallstellen herangekarrt werden. Dazu gehört auch Löschwasser, das der „Rüstsatz Bahn” offenbar nicht in ausreichender Menge aufnehmen kann. Dies ist vor allem vor dem Hintergrund wichtig, dass eine Löschwasserversorgung entlang der freien Strecke und an den einzelnen Zugängen sowie die Bereitstellung eines zusätzlichen Schlauchwagens von der Deutschen Bahn AG nicht vorgesehen ist.
An Forderungen festhalten
„Wir werden weiter an unseren Forderungen festhalten, das letzte Wort ist darüber auch noch nicht gesprochen”, sagte gestern Bauamtsleiterin Elke Strede. Da sich die Kommunen entlang der Betuwe in ihrer Forderung nach optimaler Streckensicherheit ohnehin einig seien, könne man auch gemeinsam Druck aufbauen. Endgültige Entscheidungen werden ohnehin erst im Rahmen der Planfeststellung (Genehmigung) beschlossen. „Sollten dann aus unserer Sicht wichtige Forderungen nicht erfüllt sein, müssen wir sehen, wie diese zu realisieren sind”, so Strede weiter.
Die DB hat mitgeteilt, dass zum Jahresende 2009 das Planfeststellungsverfahren für den Abschnitt Haldern von der Stadtgebietsgrenze Hamminkeln bis zum Gewerbegebiet Haldern eingeleitet werden soll. Die Abschnittsbildung ist aus Sicht der Stadt nicht praktikabel, da die Bahnübergänge Alte Heerstraße und Heerener Weg nicht Bestandteil dieses Abschnittes sind. Verkehrstechnisch gehö-re schließlich die Bahnübergangslösung für die Alte Heerstraße in das Gesamtkonzept des Ortes Haldern. Die Bahn will die Abschnittgrenzen aber nicht verändern. Grund: alle Gutachten wie Umweltverträglichkeitsprüfung und Lärmschutz beziehen sich auf ihre Abschnittsbildungen.
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