NRZ-Umfrage
78,5 Prozent für A-3-Variante
31.03.2009 | 17:48 Uhr 2009-03-31T17:48:00+0200
An der Internet-Befragung der NRZ Emmerich zum Thema Betuwe beteiligten sich in knapp fünf Tagen 1537 Nutzer.
Emmerich/Rees/Wesel. Die Online-Umfrage der NRZ zum Thema Betuwe ist freilich nicht repräsentativ, verdeutlicht aber zweierlei: die Sorgen und Ängste der Menschen entlang der bestehenden Strecke einerseits und dass die Öffentlichkeitsarbeit der Bürgerinitiativen und Aktivisten vor allem die Betroffenen mobilsiert. Exakt 1537 Nutzer haben sich an der knapp fünftägigen Umfrage beteiligt, über 1206 (78,5%) klickten bei der Antwortmöglichkeit „Die Betuwe-Linie muss um jeden Preis an die Autobahn 3 verlegt werden”.
261 User stimmten auf den Städteseiten Emmerich, Rees und Wesel dagegen für diese vorgegebene Forderung: „Bürger und Kommunen sollten versuchen, bei Lärmschutz und Bahnübergängen entlang der bestehenden Trasse die besten Lösungen zu erreichen – koste es, was es wolle”.
41 Nutzer (2,7%) sprachen sich dafür aus, dabei „aber im Zweifel der preiswerteren Variante zuzustimmen”. Eine noch kleinere Minderheit (29 User/1,9%) hat resigniert, machte ihren Klick bei „Bahn und Bund machen eh, was sie wollen”.
Das Abstimmungsergebnis – eine Zeitsperre sorgt bei den Votings übrigens dafür, dass ein und derselbe Nutzer seine Stimme nicht beliebig oft abgeben kann – wundert Bürgermeister Johannes Diks nicht, wie er sagt.
Diks: „Antrag an Rat stellen”
Vor allem der Fragestellung wegen hätten die Nutzer für die A-3-Variante gestimmt: „Klar, die Bürgerinitiative möchte das, aber wenn es um die Betuwe-Planungen geht, müssen wir doch etwas ehrlicher miteinander umgehen.” In Holland gebe es nunmal andere Gesetze als in Deutschland. „Schließlich baut die Bahn, nicht wir”, so Diks. „Außerdem haben wir einen gültigen Ratsbeschluss. Die einzige Möglichkeit, etwas zu ändern, besteht für die Bürger darin, einen Antrag an den Rat zu stellen”. Zum aktuellen Eingagement vieler Bürger sagt Diks: „Es wäre schön gewesen, wenn sie sich vor zehn Jahren so engagiert hätten”.
16:32
Ulli,
das Geld wird man noch vor der Wahl auftreiben oder zugesichert bekommen.
Nur damit ist der Lärm, die Gefahr und die SPD-CDU-FDP-Bündnis90-Schandmauer nicht weg.
Alles wird bleiben und man wird dem Bürger die Gefahr ausreden.
Hinterher war es kein Ratsmitglied gewesen. Alle werden sich verstecken, wenn hier etwas passiert.
Niemals wird die Emmericher Streckenführung so sicher wie die in den Niederlandern. Dabei leben wir alle in einem Europa.
Wir wollen diese Züge hier nicht, denn sie bedrohen auch die Zukunft unserer Kinder.
Emmerich ist bereits ein tote Stadt, aber sie wird noch toter, noch unansehnlicher, noch lauter und noch gefährlicher werden.
Danke SPD, CDU, Bündnis90/Grüne, FDP und auch Dank an die BGE.
Achtung Ironie: Meinen Kindern lege ich ab heute Streichhölzer mit ins Bett, denn es wird ja sowieso nichts passieren.
20:03
Liebe Politiker der Stadt Emmerich können Sie mir sagen, warum Sie so gegen die Bürger arbeiten?
Wer trägt denn von Ihnen die Verantwortung wenn etwas passiert?
Gibt es den niemanden der Stärke und Rückrat gegen die Bahn zeigt?
Haben wir hier nur „Ja-Sager“?
Die Bahn macht doch mit uns was Sie will und die von uns gewählten Politiker stehen auch noch
dahinter „Koste es was es wolle“. Emmerich kann direkt Insolvenz beantragen, wir sind dann
nämlich absolut pleite aber Geld scheint ja in Emmerich keine Rolle zu spielen, wenn ich sehe das
z. B. bei einer Ratssitzung ein kostengünstigerer Plan für den Rheinpark (500.000 € weniger)
vorgeschlagen wird und dieser von Frau Sickelmann einfach abgelehnt wird mit der Begründung der
Stein passt nicht, dann frage ich mich doch allen Ernstes sind die den noch ganz gescheit?
So kann es nicht weitergehen. Wir Bürger müssen endlich aufwachen und unsere Politiker viel mehr
unter Druck setzen. Wir sind deren Arbeitgeber!!!!
12:54
Herr Diks sollte mit seiner CDU jetzt die Bahnkurve kratzen und sich neu ausrichten.
Wir haben heute ganz andere Betuwe-Negativzahlen.
Nicht nur das ist ein Grund zu einer Neuausrichtung aller Parteien.
Alle Parteien (bis auf die Partei Die Linke, wenn ich mich nicht irre) sollten nun endlich auf die betroffenen Bürger hören und zugehen. Aber was machen diese Parteien ? Sie bleiben bei ihren Aussagen und wollen keine Auslagerung.
Sie sind also nach wie vor gegen den Willen der Anwohner.
Wir sind es unseren Kindern schuldig, wenn wir jetzt alle Möglichkeiten der Auslagerung nutzen.
Man kann sich einmal, aber nicht zweimal irren, liebe Ratsmitglieder.
Wer diesen Rat wählt, der wählt die Gefahr, den Lärm und die geteilte Stadt !!!!
23:13
Zitat Herr Diks: „Es wäre schön gewesen, wenn sie sich vor zehn Jahren so engagiert hätten”.
Es wäre noch schöner gewesen, unsere Politik hätte sich vor 10 Jahren engagiert und wäre bei Ihrem Entschluss von 1999 geblieben, dann hätten wir jetzt ein zumutbares Lärmniveau !!! und es bräuchten sich heute keine Bürger engagieren.
Vielleicht wäre die siedlungferne Trasse bereits fertig......