Bessere Umsätze als erwartet
26.02.2010 | 21:46 Uhr 2010-02-26T21:46:00+0100
Am Niederrhein.Krise, welche Krise? Der Einzelhandel am Niederrhein kennt keine Krise. Im Gegenteil. „Unsere Jahresumfrage hat gezeigt, dass die Umsätze im Einzelhandel in 2009 besser ausgefallen sind als erwartet“, erklärt Alfred Walzer, Vorstandsvorsitzender des Einzelhandelsverbands Duisburg/Kreis Wesel.
Mehr als 60 Prozent der Händler meldeten bei einer Umfrage leicht steigende Umsätze. Speziell die Freizeitbranche freut sich über steigende Umsätze. Auch die Möbelhändler können stabile bis steigende Zahlen schreiben. „Hier wirkt sich insbesondere das niedrige Zinsniveau aus“, erklärt Wilhelm Bommann, Hauptgeschäftsführer des Verbandes. Dagegen klagen insbesondere die Schuhhändler über sinkende Verkäufe. „Da können saisonale Gründe entscheidend sein“, vermutet der Geschäftsführer.
Keine Ausweitung der Handelsflächen
Mit Skepsis verfolgt der Verband dagegen die Diskussion und die Ausweitung der Ein zelhandelsflächen am Niederrhein Es gibt genügend Einkaufsfläche“, so Bommann. Man müsse nicht - wie am Königlichen Hof in Moers oder beim Outlet Center in Duisburg-Marxloh oder Dinslaken-Lohberg - in quantitatives Wachstum, sondern wie im Falle der Königsgalerie in Duisburg in qualitatives Wachstum investieren. „Mitunter vergessen die Stadtplaner, dass die Bevölkerung in der Region in den kommenden Jahren schrumpfen wird“, wirft Bommann ein.
„Die teilweise hitzige Diskussion um verkaufsoffene Sonntage verstehen wir überhaupt nicht“, betont Bommann. Das Ladenöffnungsgesetz ermöglicht den Kommunen, bis zu vier verkaufsoffene Sonntage zuzulassen. Diese Regelung hat sich im Verbandsgebiet bewährt und die Umfrage hätte ergeben, dass 91,5 Prozent der Befragten die nordrhein-westfälische Regelung für völlig ausreichend halten und ein Mehr an Öffnungen an Sonntagen ablehnen.
Verlässliche Kernöffnungszeiten
Wichtiger seien für den Handel verlässliche Kernöffnungszeiten: 84 Prozent der befragten Händler haben sich dafür ausgesprochen. Schon heute stünden mehr als 20 Prozent zusätzlicher Öffnungszeiten zur Verfügung. Viele Betriebe hätten länger am Abend geöffnet. Im Lebensmitteleinzelhandel sei der Einkauf von 7 bis 22 Uhr keine Seltenheit mehr. „Bei allem Verständnis für die Verbraucher, zusätzliche Öffnungszeiten müssen sich auch betriebswirtschaftlich rechnen“, so Alfred Walzer.
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