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Beim Haldern Pop war auch Königin Beatrix im Bild

14.08.2011 | 18:18 Uhr
Beim Haldern Pop war auch Königin Beatrix im Bild
André Tönissen (rechts) trug beim Haldern Open Air in Rees ein Foto mit dem niederländischen Königspaar mit sich. Foto: Johannes Kruck / WAZ Foto Pool

Rees.  Der Monarchist, der Camper, der Techno-Fan oder der Musikmacher: Beim 28. Haldern-Pop-Festival in Rees tummelten sich wieder außergewöhnliche Besucher - zum Beispiel André Tönissen, Festivalname Teun, der Königin Beatrix mit sich umhertrug.

Ein Königin-Beatrix-Fan

Es gibt Festival-Besucher, die fallen einfach ins Auge. Weil sie lustig-bunte Gummistiefel tragen oder eine besondere Kopfbedeckung (dieses Jahr gesichtet: eine Dame mit orangefarbener Badekappe). Ein Besucher, der sicher jedem aufgefallen sein sollte, ist André Tönissen. Und zwar nicht allein deshalb, weil er mit seinen knapp zwei Metern Körpergröße aus der Masse herausragt.

Nein, „Teun“ –  so nach eigenen Angaben sein Festival-Spitzname – zog mit einem außergewöhnlichem Accessoire die Blicke und auch die Digitalkameras auf sich. Während des gesamten Festivals hat Teun nämlich Patriotismus bewiesen und ist mit einem Bildrahmen unterm Arm durch die Massen gelaufen. Darauf zu sehen: das Königspaar der Niederlande,  König Beatrix und Prinz Claus. Ob beim Tanzen vor der Bühne, Rumblödeln mit den Freunden oder beim Gang zum Toilettenwagen: der 40-Jährige hatte die Majestäten – und damit ein Stückchen Heimat – immer dabei.

Zum sechsten Mal besucht der Arnheimer bereits das Haldern Pop – dabei hat er immer etwas Kurioses. Ein Ritual, dass er zusammen mit seinen Freunden ins Leben gerufen hat. Im vergangenen  Jahr war der 40-Jährige zum Beispiel das gesamte Festival über mit einem Stethoskop um den Hals anzutreffen. „Das hat aber längst nicht so viel Aufmerksam erregt, wie das Bild hier“, erzählt Teun während sich ein Festivalgast schon wieder neben ihn stellt, um ein Foto mit ihm und den Majestäten zu machen...

Ein Techno Fan

Das Haldern Pop Festival bereitet jedem seine ganz eigenen schönsten Momente. Stefan Werner  habe in diesem Jahr – so erzählte er am NRZ-Mobil – etwas erlebt, dass für ihn das Festival unvergesslich werden lässt. Stefan Werners ganz persönlicher Festival-Moment war am Freitagabend vor der Haupttribüne gegen 23 Uhr. Die Band The Wombats spielte, der 28-Jährige und seine Freundin Brigitte die Klänge genossen. Immer dabei in der Luft hatte Stefan seine Hände. Dazwischen hielt er   ein weißes T-Shirt mit der Aufschrift „Techno Fan“. Eben so, wie der gleichnamige Songtitel der Band.

Haldern Pop Fans

Dass der Düsseldorfer das T-Shirt in den Händen halten konnte, hatte er seiner Freundin zu verdanken. An einem Stand ließ sie ihm dieses drucken. Ein Liebesbeweis mit Folgen. Natürlich entdeckten The Wombats sogleich Stefans kleine Hommage an ihren Song in der Menge. Und widmeten dem Düsseldorfer auch gleich sein Lieblingslied und damit einen ganz persönliches Festival-Moment.

Ein Musikmacher

Unterwegs in Sachen Musik sind auf dem Haldern Pop sicher viele. Festivalbesucher Matthias Wigger (26) aus Dingden hat die Gelegenheit gleich genutzt, um Werbung in eigener Sache zu machen. An den Ständen – so auch am NRZ-Mobil – verteilte er kostenlose Hörproben seiner Band Arriving Somewhere. Das Ziel: „Kenner auf uns Aufmerksam machen“. Denn wie viele hat auch er einen Traum: „Einmal im Spiegelzelt spielen“, so der Drummer.

Ein Inspirierter

Wie viele kam auch Huub de Bruijn mit einer Bitte zum Stand der NRZ. „Wo, wenn nicht hier bekomme ich Stift und Zettel?“, wollte der 35-Jährige wissen. Wozu er die zwei Dinge benötigte? „Zum Schreiben“, so der Nimwegener. Die schönen Liedtexte auf den Bühnen hätten ihn inspiriert. Früher hätte er solche selbst geschrieben. Nun will er diese gute alte Tradition endlich wieder aufleben lassen

Ein Camper

Fans beim Haldern Pop

Seit 1990 besucht Ralf Vogel aus Essen regelmäßig das Haldern. Seit vier Jahren sogar mit einem besonderen Schlafplatz. Zusammen mit seiner Frau und den Kindern campt er auf dem Gelände einer befreundeten Halderner Familie  Und wo lernt man eben solche Menschen kennen, die einem den perfekten Schlafplatz zum Festival bieten können? Genau: beim Zelten in Süd-Frankreich.

Sarah Eul

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