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Ausstellung über „Pop Art“ in Europa im Nimweger Museum

11.11.2012 | 21:32 Uhr
Ausstellung über „Pop Art“ in Europa im Nimweger Museum
Etienne Elias: Eliane Loves Elias (1968)

Nimwegen.   Das Museum „Het Valkhof“ in Nimwegen zeigt noch bis Januar eine sehenswerte Ausstellung über die „Pop Art“ in Europa. Zu sehen sind mehr als 130 Werke, die aus zehn europäischen Museen zusammengetragen wurden.

Wenn Lady Gaga 2013 ihr neues Album Artpop präsentiert, dann wird hierzu auch gleich die passende App mit Charts, Song-Videos, Fashion-Updates, Magazinen und mehr erscheinen.

So jedenfalls lautet das Versprechen der zwitschernden Sängerin, die ihre Fans als „Artpop-Generation“ bezeichnet. Was die junge Amerikanerin heute macht, die Zeichen der Zeit in ihrer Musik multimedial zu verarbeiten, begann schon einmal im Europa der 50er Jahre, als die britische „Independent Group“ rund um Eduardo Paolozzi die Pop Art in der Bildenden Kunst erfand.

Ursprung der Bewegung

Zu ihr zählte auch Richard Hamilton, dessen Collage „Was ist es nur, was das Zuhause von heute so anders, so ansprechend macht?“ von 1956 sämtliche Attribute wie Haushaltsgeräte, Sexobjekte, Statussymbole aus der Werbung und Massenmedien der späteren (amerikanischen!) Pop Art beinhaltete und deshalb heute als Ursprung dieser oftmals mit Andy Warhol gleich gesetzten Bewegung gilt.

Was auch seine Berechtigung hat, denn in den USA entwickelte sich beinahe zeitgleich und doch unabhängig voneinander eine der Populär-Kultur frönende Kunstrichtung.

Mehr als 130 Werke

Nun präsentiert das Nimweger Valkhof Museum eine Ausstellung, die sich allein auf die Pop Art in Europa bezieht. Zu sehen sind mehr als 130 Werke, die aus zehn europäischen Museen zusammengetragen wurden. Neben den britischen Vorreitern Peter Blake, Allen Jones und David Hockney, repräsentieren Arman, Mimmo Rotella, Yves Klein, Jean Tinguely und Niki de Saint Phalle den Nouveau Réalisme, der als französischer Zweig der Pop Art gilt.

Auch Arbeiten des Isländers Erró, der Belgier Paul van Hoeydonck, Panamarenko, der Niederländer Lucassen und Gustave Asselbergs sowie der Künstler mehr (insgesamt sind 50 beteiligt) zeigen den Einfluss, den diese Kunst des Trivialen in Europa nahm.

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