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Alles schaut auf Kevelaer

11.10.2010 | 20:25 Uhr
Alles schaut auf Kevelaer
Vorab-Besuch des ZDF für den TV-Gottesdienst in Kevelaer, letzte Details werden besprochen..

Kevelaer.Dr. Stefan Zekorn lächelt. „Eine spannende Zeit“, sagt der Pastor. Hinter ihm liegen arbeitsreiche Tage und Wochen. Als Wallfahrtsrektor in Kevelaer hat er zwar immer viel zu tun – gerade während der Pilgerzeit zwischen Mai und November. Aber seit dem Sommer bereiten sich der Pfarrer und die Gemeinde St. Marien darüber hinaus noch auf einen besonderen Gottesdienst vor: Am kommenden Sonntag, 17. Oktober, überträgt das ZDF ab 9.30 Uhr live aus der Basilika. Damit kann ganz Deutschland via Fernsehen am morgendlichen Gottesdienst aus der niederrheinischen Marienstadt teilhaben.

Und damit alles gut klappt und das Kamerateam während der Messe auch die richtigen Bilder einfängt, hat Stefan Zekorn ein regelrechtes Drehbuch schreiben müssen. Das Werk ist Anfang der vergangenen Woche fertig geworden.

Darin hat der Pfarrer genau festgehalten, wer wann was sagt und wer wann wo geht oder steht. Wann singt der Chor? Wann singt die Gemeinde? Wann spricht der Pastor? Alles ist minutiös aufgeführt, mitsamt genauer Zeitangabe und Text.

Basilikakantor Romano Giefer und Basilikaorganist Elmar Lehnen haben für diesen Tag eigens auf die Minute genaue Chorstücke für den Gottesdienst komponiert.

2,45 Minuten
für die Gabenbereitung

Das ZDF hat zwar am Ende der Übertragung einen kleinen Puffer eingeplant, dennoch müssen sich alle Beteiligten genau an die Zeitangaben halten. So sind zum Beispiel für die Kommunionmeditation maximal drei Minuten vorgesehen, die Gabenbereitung darf eine Dauer von 2,45 Minuten nicht überschreiten.

Der Wallfahrtsrektor freut sich bereits auf die Übertragung. „Das wird schön“, sagt er. Und er hofft natürlich, dass Kevelaerer und auswärtige Gäste zahlreich in die Basilika kommen. Denn: Je besser der Gottesdienst besucht ist, umso imposanter wirkt selbstverständlich die Übertragung im Fernsehen. Wie Zekorn erklärt, ist es dem ZDF wichtig, dass die Besucher bereits um neun Uhr in die Basilika kommen. Dann wird das Kamerateam einige Hinweise zum Filmen geben. Pünktlich zum Start des Gottesdienstes beginnt die Live-Sendung.

In diesen Tagen wird noch einmal kräftig geprobt. Chor, Orchester und Junge Kantorei sind seit längerem in der heißen Phase. Und auch die Messdiener müssen genau wissen, wann was zu tun ist.

Mitte Juli hatte das Kamerateam bereits festgelegt, wo die Kameras aufgestellt werden: Eine auf der Orgelempore, zwei vor dem Altarraum, und die vierte soll im Mittelgang positioniert werden. Über die Kosten hatte das Team seinerzeit nichts verraten.

Angesichts einer Resonanz von bis zu einer Million Zuschauer bei solchen Übertragungen haben sich etwa 30 Gemeindemitglieder von St. Marien gefunden, die unmittelbar nach dem Gottesdienst Anrufe entgegennehmen.

Es sei mit mehreren hundert Anrufen zu rechnen, hieß es von Seiten des Fernsehens. In den ersten vier Stunden nach dem Gottesdienst soll es daher zehn Leitungen geben, danach sollen immerhin noch fünf Leitungen geschaltet bleiben.

Rot, weiß
und grün

Die Schwestern aus der Abtei Mariendonk haben übrigens dem Pastor und dem Diakon für diesen Auftritt eine grüne Kasel und eine passende Dalmatik geschneidert. Festlich und fernsehtauglich. „Wir haben viele schöne Messgewänder in St. Marien – vor allem in Rot und Weiß“, hatte Zekorn einst gesagt. „Aber uns fehlte noch ein grünes.“ Und genau ein solches war für diesen Gottesdienst notwendig. Denn Grün ist die Farbe für die normalen Sonntage.

Wer weder auf die Übertragung noch auf die eigene Teilnahme am Gottesdienst verzichten mag, kann am Sonntag übrigens beides bekommen: Nach der Messe wird die Übertragung per DVD im Petrus-Canisius-Haus gezeigt.

Sonja Volkmann

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Kommentare
12.10.2010
15:07
Alles schaut auf Kevelaer
von werneralberts | #1

Dass es so etwas noch gibt!

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