Airport Weeze plant Hotel mit 80 Betten
13.01.2009 | 01:00 Uhr 2009-01-13T01:00:00+0100
Geschäftsführer van Bebber möchte Übernachtungsmöglichkeiten für Durchreisende. 1,52 Millionen Passgiere.
WEEZE. Der Flughafen Niederrhein in Weeze hat im vergangenen Jahr ein rasantes Wachstum hingelegt. Die Passagierzahlen stiegen innerhalb eines Jahres auf ein Rekordhoch von 1,52 Millionen. Dies ist eine Zunahme von 81 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und damit ist Weeze der am schnellsten wachsende Flughafen in Deutschland. Geschäftsführer Ludger van Bebber geht davon aus, dass sein Haus noch in diesem Jahr über zwei Millionen Gäste abfertigen kann. „Zum Ende des Jahres haben wir zwei neue Flieger stationieren können. In diesem Jahr werden wir erst richtig auswachsen.”
Und das bedeutet auch, dass der Flughafen weiter ausgebaut werden muss. Aktuell bereitet van Bebber den Bau eines Hotels vor. Der Flughafen-Geschäftsführer spricht mit deutschen und internationalen Hotelbetreibern, die in Weeze investieren möchten: „Es wird sicherlich ein Hotel im Low-Cost-Bereich werden. Es geht dabei nicht um Passagiere, die ein Wochenende lang am Niederrhein bleiben wollen. Wir haben eher die Durchreisenden im Blick oder die Passagiere, die hier verspätet landen”, so van Bebber. Das Hotel solle 80 bis 100 Betten umfassen und auf dem Flughafengelände gebaut werden. „Es gibt hier Bebauungspläne, wir könnten ohne Probleme starten”.
Von der wirtschaftlichen Talfahrt spürt der Flughafen noch nichts. „Wir haben ein preisattraktives Produkt. Im Moment sehen wir noch keine Flaute.” Auch das historisch schwache Pfund-Sterling habe noch nicht dazu geführt, dass weniger britische Gäste kommen. „Am Ende gleichen sich solche Währungsschwankungen wieder aus”, sagt van Bebber. Denn jetzt sei es für uns Deutsche deutlich günstiger, in England Urlaub zu machen.
Über 50 Prozent der Fluggäste kommen aus den Niederlanden. Hier habe der Flughafen in den vergangenen drei Jahren deutlich mehr Werbung gemacht und das zahle sich jetzt aus. „Bis zur Randstad werden wir wahrgenommen”, sagt van Bebber. Eine bessere Verkehrsanbindung über die Schiene – wie es in den Niederlanden gefordert wird – sieht van Bebber skeptisch: „Da gibt es zwar Studiengespräche. Aber das ist noch in einem ganz frühen Stadium.”
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