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Airport ist das Aushängeschild

12.01.2010 | 19:31 Uhr

Regierungspräsident Jürgen Büssow besuchte gestern die Gemeinde Weeze. Dort soll der Flughafen bald durch eine Landesstraße erschlossen werden.

Und offensichtlich hatte sich Jürgen Büssow etwas vorbereitet: „Ach, das ist das Zimmer für 122 Euro?” Es war das erste, was der Düsseldorfer Regierungspräsident bemerkte, als er gestern Nachmittag mit Graf zu Eulenburg die wunderschöne Schlossruine Hertefeld in Weeze inspizierte. Und von der Atmosphäre war er scheinbar angetan: „Hier kann man ja mal ein Wochenende verbringen.”

Jürgen Büssow stattete gestern der kleinen Gemeinde Weeze einen Besuch ab. Eingeladen hatte ihn Bürgermeister Ulrich Francken, um mit dem hohen Beamten aus Düsseldorf über aktuelle Projekte in seiner Gemeinde zu sprechen. Natürlich war der Flughafen ein Thema und der Tourismus. Aber noch viel mehr wollte Francken seinen Gast auf die Entwicklung des Ortskerns aufmerksam machen. Zwischen Bahnhof und Schloss Hertefeld soll vieles anderes werden: schöner, sympathischer, mit einem Hauch von Historie. Und dafür benötigt Weeze Geld, viel mehr Geld als die Gemeindekasse hergibt. Und daher warb der erste Bürger Weezes um die Förderung des Projektes Bahnhofsumfeld und Bürgerhaus. „Ich kann ihnen keinen Scheck ausstellen”, sagte Jürgen Büssow, attestierte der Gemeinde aber eine „faire Chance” im Wettbewerb um die Fördergelder.

Die hat Weeze in der Vergangenheit auch schon reichlich bekommen. Vor allem für den Flughafen. Francken und Büssow besuchten das Flugfeld und bekräftigten noch einmal, dass es richtig war, in den Airport zu investieren. In diesem Jahr werden zwei neue Flieger in Weeze stationiert und 2,8 Millionen Fluggäste erwartet. Büssow und Francken zeigten sich zuversichtlich, dass es bald zu einer Einigung mit der letzten Klägergemeinde Bergen kommen werde: „Flughafengeschäftsführer Ludger van Bebber ist auf einem guten Weg”, so Francken. Um den Flughafen besser ans Straßennetz anzubinden und Weeze zu entlasten, soll eine neue Landesstraße gebaut werden. Auch darüber wurde ausführlich geredet: „Uns war von Beginn klar, dass Weeze eine Umgehungsstraße benötigt, wenn der Flughafen ein Erfolg wird. Das scheint sich jetzt abzuzeichnen. Wir müssen allerdings erst die Bedürftigkeit für eine neue Straße feststellen”, so Büssow.

Andreas Gebbink

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